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Pfadfinder beteiligten sich an bundesweiter Aktion

Wedemark (jo). Zum zweiten Mal hat sich der Pfadfinderstamm Arche Noah mit Sitz in der katholischen Kirchengemeinde St. Marien in Mellendorf an der bundesweiten Aktion des BDKJ (Bund Deutscher Katholischer Jugend) beteiligt: „Uns schickt der Himmel – die 72-Stunden-Aktion”. Bis zum Startschuss wussten die Pfadfinder nicht, welche Aufgabe sie erwarten würde. Erst am Freitagnachmittag übernahm Susanne Brakelmann in ihrer Funktion als stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Wedemark den Part, die Kinder und Jugendlichen über das Vorhaben zu informieren: Gemeinsam mit dem NABU Wedemark, der Gemeinde Wedemark und der Stammesleitung Alexander Brakelmann hatten sich die Verantwortlichen für eine Aktion entschieden, die dem Naturschutz dient. Ansitzstangen für die Greifvögel sollten nicht nur zusammengebaut, sondern auch an entsprechenden Stellen in der Wedemark installiert werden. „Wir haben dafür Flächen ausgesucht, die keine oder kaum noch natürliche Möglichkeiten für zahlreiche Raubvögel zu bieten haben, die üblicherweise von einem hohen Punkt aus auf Beutesuche gehen”, informierte Markus Stadie vom NABU Wedemark. Unter anderem jagt der Mäusebussard als einer der größten heimischen Greifvögel gerne auf Feldern, zu seiner bevorzugten Beute zählen Feld- und Wühlmäuse. Und weil er seine Beute nicht im Flug schlägt, sondern die deutlich energeisparendere Ansitzjagd bevorzugt, sucht er sich einen erhöhten Platz auf Bäumen oder auch Weidepfählen um sich einen guten Überblick zu verschaffen. Erspäht er eine Beute, startet er zum Flug, um sich so seine Nahrung zu verschaffen. Auch andere Greifvögel halten es ähnlich, etwa die Wiesenweihe oder auch Eulen nutzen deshalb gerne das Angebot, sich auf bereitgestellten Sitzstangen, sogenannten Julen, niederzulassen. Und weil es auch in der Wedemark mittlerweile zahlreiche Flächen gibt, die keine natürlichen Ansitzmöglichkeiten für die Vögel zu bieten haben, fiel die Wahl nicht schwer, hier Abhilfe zu schaffen. Wie Wedemarks Umweltschutzbeauftragter René Rackebrandt erklärte, habe er zusammen mit dem NABU und den Pfadfinderleitern sowie mit der Jagdgenossenschaft Negenborn Ausschau nach geeigneten Standorten gehalten. Allein auf den Ausgleichsflächen der Gemeinde Wedemark hätte er ziemlich rasch rund 20 Standorte finden können, weitere im Bereich der Jagdgenossenschaft aber auch auf privaten Flächen sei man fündig geworden. Die Pfadfinder der verschiedenen Alterststufen machten sich für die sogenannte 72-Stunden-Aktion an die Arbeit. Sie hatten allerdings nicht ganz soviel Zeit wie andere Teilnehmer der insgesamt angetretenen 3.400 Gruppen in ganz Deutschland: „Wir haben auf 50 Stunden verkürzt, anders hätten wir keine Gruppenleiter gehabt, die auch an ihre Arbeitszeiten gebunden sind, erklärte Stammesleiter Alexander Brakelmann. Nach der Planung stand die Arbeit für die Pfadfinder auf dem Programm. Es wurde im Basislager auf der sogenannten Schmetterlingswiese am Rande des Otternhagener Moores eingerichtet und dann ging es an das Entasten von 54 schlanken Erlenstämmen. Winkeleisen wurden vorbereitet, es wurde gesägt, gebohrt, geflext und geschraubt. Das Ergebnis war beeindruckend, über 50 Anstizstangen konnten fertiggestellt werden. Mit Treckern und Gummiwagen machte sich die Gruppe am Sonntag auf den Weg und brachte an insgesamt elf Standorten in Berkhof, Elze, Brelingen, Schadehop, Gailhof und Mellendorf ihre Ansitzstangen an die neuen Plätze. Tatkräftig bugsierten die Pfadfinder die vier bis fünf Meter langen Stangen teilweise durch unwegsames Gelände und stellten sie unter Anleitung fachmännisch auf. Die Metallstützen tragen das Logo der diesjährigen Aktion von DPSG (Deutsche Pfandfinderschaft St. Georg) und NABU und werden mit Sicherheit dem ein oder anderen aufmerksamen Spaziergänger auffallen.

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