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Helge Zychlinski will erneut als Bürgermeisterkandidat antreten

Wedemark (jo). Mit großen Schritten geht es jetzt auf das Ende des alten Jahres zu – und im neuen Jahr stehen die Kommunalwahlen an. Als erste Partei hat jetzt die SPD ihren Kandidaten vorgestellt, den sie in das Rennen um das Amt des Bürgermeisters schicken will. Dabei setzen die Sozialdemokraten wieder auf den bereits seit sieben Jahren amtierenden Helge Zychlinski, wie jetzt die Ortsvereinsvorsitzende und designierte Bundestagskandidatin, Rebecca Schamber, zusammen mit ihrem Stellvertreter Reiner Fischer erklärte. „Wir gehen jetzt diesen Schritt, obwohl die Nominierung noch formell von der Mitgliederversammlung bestätigt werden muss”, sagte sie. Aufgrund der Situation rund um die Corona-Pandemie habe diese für den November vorgesehene Versammlung bisher nicht stattfinden können: „Das geht aber allen Parteien und vielen andern so, wir warten auf die Entscheidung der Bundeswahlleitung, dass solche Versammlungen nun online stattfinden können mit anschließender Briefwahl.” Die Nominierung von Helge Zychlinski als Kandidat sei aber als reine Formalie zu betrachten, der Vorstand des Ortsvereins stehe hinter ihm. Die Wahlen im kommenden Jahr, in deren Rahmen auch die Ortsräte sowie der Rat und darüber hinaus die Wahlen zum Regionsparlament und des Regionspräsidenten anstehen, seien für alle Parteien unter den herrschenden Bedingungen eine echte Herausforderung. Und dafür ausreichend Kandidaten zu finden sei ebenso nicht einfach: „Viele Kommunen und Städte haben tatsächlich Schwierigkeiten, Kandidaten für die Ämter der Bürgermeisterin oder des Bürgermeisters zu finden. Denn die Kritiken und auch Anfeindungen, die heute mit der Übernahme eines solchen Amtes verbunden sind, dürfen nicht unterschätzt werden.” Umso mehr freue sich der SPD Vorstan, dass Helge Zychlinksi bereit ist, erneut anzutreten: „Wir denken, er hat bisher eine wirklich gute Arbeit geleistet, was sich vor allem auch in den letzten Monaten rund um das Management um die Corona-Pandemie gezeigt hat.” Innerhalb des Ortsvereins habe es bei manchen Punkten durchaus auch Diskussionen gegeben, aber alles im Rahmen einer guten Streitkultur. Schon im Frühsommer habe der Ortsverein erste Gespräche über eine erneute Kandidatur mit ihm geführt, bestätigte Zychlinski. Seine positive Entscheidung sei ihm nicht schwer gefallen und dies habe man auch mit den Mitglieder kommuniziert, im Herbst habe der Vorstand des Ortsvereins ebenfalls zugestimmt. Dem Lockdown geschuldet sei der weitere Zeitablauf, der die für November geplante Mitgliederversammlung bisher nicht möglich gemacht habe: „Bei der Frage, ob ich wieder für eine Kandidatur bereit sei, gab es für mich kein Zögern. Ich nehme die Aufgaben als Bürgermeister wirklich gerne wahr, die Leidenschaft für dieses Amt ist einfach da und ich möchte gerne auch in Zukunft für und in der Wedemark arbeiten, in der ich das örtliche Umfeld jeden Tag mitgestalten kann”. Die Erfolge der Vergangenheit seien nicht allein sein Verdienst, vieles konnte dank der Partner im Rat umgesetzt werden: „Ich bin wirklich sehr dankbar, dass im Rat ein Klima herrscht, in dem man sich wohl in der Sache streiten kann, aber dann doch am Ende eine gemeinsame Lösung für die jeweiligen Punkte findet.” Dies zeige, dass Kommmunalpolitik durchaus auch über die Parteigrenzen hinweg funktionieren könne. Vor allem sei während der letzten Walhperiode in Bildungs- und Betreuungsangebote investiert worden, dazu gehörte auch die Schaffung neuer Krippen- und Kitaplätze. Auch der Wohnungsbau in der Wedemark sei quasi wieder neu erfunden worden und man habe sich zum Beispiel wieder um sozialen Wohnungsbau gekümmert: „Das ist lange Zeit schlichtweg versäumt worden.” Auch die Schaffung seniorengerechten Wohnraums habe auf der Agenda gestanden, in Elze und auch in Bissendorf entstehen derzeit entsprechende Angebote. Eingegangen werde aber auch auf die Problematik, dass die Nachfrage nach Wohnraum für Singles in allen Altersgruppen stark angestiegen sei. Positiv sei der Umbau der Verwaltung gelungen, bei dem die Aufgaben der Leitung auf drei Personen verteilt wurden: „Es hat sich gerade jetzt in der Krise deutlich gezeigt, dass diese Entscheidung richtig war.” Sie werde jetzt auch helfen, das „Katastrohenjahr” einigermaßen zu überstehen. Als Herausforderung in der Zukunft sieht Zychlinski die Digitalisierung der Kommune auf allen Ebenen: „Wir haben jetzt erlebt, dass es im Bildungsbereich noch große Defizite gibt.” Ab 2021 sei eine Stabstelle „Digitalisierung” in der Verwaltung geplant, die dann für die Umsetzung der Pläne für eine digitale Zukunft sorgen werde. Ein weiteres großes Thema sei der Klimaschutz: „In Sachen E-Mobiliät sind wir noch nicht da angekommen, wo wir eigentich schon sein wollten. Dabei geht es zum Beispiel auch um technologische Vorgaben für zukünftige Gewerbegebiete. Aber auch das Umwelschutzprogramm einschließlich Beratungsangeboten für Privatleute solle erweitert werden. Rückstaus bei gemeindeeigenen Gebäuden müssen nach energetischen Vorgaben aufgeholt werden: „Und es steht das Verkehrskonzept für die Gemeinde Wedemark einschließlich des Radwegenetzes an, hier müssen wir auch das Land und die Region in die Pflicht nehmen. Denn die Gemeinde trägt nur die Verantwortung für die innerörtlichen Straßen, die Landstraßen unterliegen unterschiedlichen Zuständigkeiten.” Und letztlich stellte Zychlinski klar, dass er mit seiner Erklärung, erneut für das Bürgermeisterat zu kandidieren, nicht den Auftakt für den dazugehörigen Wahkampf sehe: „Ich bin ganz einfach in letzter Zeit immer häufiger gefragt worden, ob ich erneut dazu bereit sei oder nicht. Diese Frage ist nun beantwortet und das verschafft Luft für die jetzt anliegende Arbeit, die nach wie vor von der Corona-Problematik geprägt ist.” Sein klares Ziel am Ende des Jahres 2021: „Ab dem 1. November 2021 möchte ich weiter in der Wedemark als Bürgermeister arbeiten.”

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