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Ampelschaltung verursacht immer wieder Rückstaus

Wedemark (jo). Die meisten Wedemärker kennen es noch aus dem letzten Sommer: Die Baumaßnahmen auf der Autobahn 7 hatten über Wochen immer wieder für Staus auf den Straßen gesorgt – und auch für Ärger. Denn viele der Autofahrer in Richtung Norden hielten sich nicht an die vorgegebenen Umleitungsstrecken von der Abfahrt Berkhof über die Landesstraße 190 weiter Richtung Mellendorf oder bis nach Langenhagen. Viele folgten lieber ihren Navis und bogen von der L 190 ab über Elze, Meitze nach Gailhof und von dort weiter zur Auffahrt Mellendorf. Die Folge dieser Steckennutzung war nicht nur die starke Belastung der Menschen in den genannten Ortsteilen, sondern auch die zeitlich begrenzte Installation von zwei Lichtsignalanlagen in Elze im Kreuzungsbereich Wasserwerkstraße / Plumhofer Straße und in Gailhof an der Celler Straße / Zum Rundshorn / Am Jugendheim. Vor allem in Elze erleichterte die Installation der Ampel den Kindern auf dem Weg zur Schule die Querung der unübersichtlichen Kreuzung. Im Spätherbst waren die Bauarbeiten an der A7 abgeschlossen, die Fortsetzung der Fahrbahnsanierung wurde auf den Sommer 2020 datiert. Und dann kam es doch anders: Erneut wurde jetzt eine Baustelle im Srteckenabschnitt der Wedemark eingerichtet und die Verkehrsproblematik wieder Thema. In Gailhof kündigte eine vor bereits rund fünf Wochen erneut eingerichtete Baustellenampel die Aktivitäten auf der Autobahn an, begonnen haben dort die Arbeiten aber erst vergangene Woche. Und trotz der Ampel – oder zum Teil wegen der Ampel – kommt es seitdem immer wieder zu Rückstaus, die vermieden werden könnten, erklärten jetzt Vertreter der Wedemärker SPD mit Fraktionssprecher Jürgen Benk, Reiner Fischer und Karsten Molesch. Sie hatten ihren Landtagsabgeordneten Rüdiger Kauroff sowie den Mandatsträger in der Regionsversammlung, Walter Zychlinski zu einem Ortstermin nach Gailhof eingeladen. „Für die sogenannte Goltermann-Kreuzung in Elze ist aktuell keine Ampeleinrichtung vorgesehen”, so Jürgen Benk: „zurzeit gebe es noch keinen Anlass dafür, es soll aber beobachtet werden, ob das so bleibt”, informierte Benk Zychlinski und Kauroff. Und er bat um eine Änderung der Ampelschaltung in Gailhof: „Wer aus Mellendorf in Richtung Fuhrberg fahren möchte, der muss sich gedulden, wenn vor ihm ein Autofahrer nach links in Richtung Meitze abbiegen möchte. Hier kommt es immer wieder zu langen Rückstaus, das kann durch eine Einzelschaltung aus allen Richtungen vermieden werden”. In den letzten Wochen habe man immer wieder beobachten können, dass ungeduldige Autofahrer und auch Lkw-Fahrer dann im Bogen um die links abbiegenden Fahrzeuge herumgefahren seien und dabei auch den angrenzenden Fußgängerweg benutzt hätten: „Hier sind viele Kinder und Jugendliche unterwegs, die Zeit im nahegelegenen Jugend- Gäste- und Seminarhaus verbringen. Darüber hinaus sei die Situation der Anlieger mit ihren Kindern alles andere als sicher. Schulkinder zum Beispiel aus dem Siedlungsbereich Grenzheide / Drei Grenzen wären der Situation dauerhaft ausgesetzt. Benk appellierte an den Landtagsabgeordneten und den Vertreter der Regionsversammlung, dieses Problem mit in ihre Parlamente zu nehmen. Denn letztlich seien an beiden Kreuzungsbereichen dauerhafte Sicherungen durch Ampelanlagen die richtige Lösung. Und ein weiteres Problem sprachen die SPD Vertreter an, denn immer wieder könne beobachtet werden, wie Lkw-Fahrer die eigentlich für sie gesperrte Strecke über die K 108, K 109 und K 110 bis nach Meitze befahren würden: „Das ist die kleine Straße, die in der Nähe der Autobahnanschlussstelle in Berkhof unter anderem zum Trimm-Dich-Pfad durch den Wald führt. Hier ist schon mit Pkws der Begegnungsverkehr schwierig. Die Hinweisschilder, dass die Durchfahrt für Lkws verboten ist, müssten besser platziert werden, um eine höhere Aufmerksamkeit zu erreichen”. Und weil dort auch gerne Radfahrer und Spaziergänger unterwegs sind, sollte die Höchstgeschwindigkeit auf 50 festgelegt werden statt der aktuell gültigen 100 Stundenkilometer. Rüdiger Kauroff versprach, die Verkehrsproblematik zeitnah im zuständigen Arbeitskreis zu thematisieren und auch Zychlinski sicherte dies für seinen Zuständigkeitsbereich zu.

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