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Unfallzahlen sind nur geringfügig angestiegen

Wedemark (jo). Stellt man die Unfallzahlen in der Gemeinde Wedemark aus dem Jahr 2016 den aktuellen Zahlen aus dem vergangenen Jahr gegenüber, dann lässt sich ein geringer Anstieg der Gesamtzahlen ablesen: Waren es in 2016 insgesamt 693 Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich der Mellendorfer Polizei, listet die Statistik für das Jahr 2017 die Zahl 708 auf: „Von diesen 708 Verkehrsunfällen wurden 423 im vereinfachten Verfahren aufgenommen. Das heißt, sie wurden vor Ort bereits abgeschlossen“, erklärten Mellendorfs Polizeichef Klaus Waschkewitz und der Einsatzleiter des Streifendienstes, Peter Wengler. „Das entspricht einem prozentualen Anteil von 59,75 Prozent für das Jahr 2017“. Die darin enthaltenen Verkehrsverstöße werden abschließend von der Polizei vor Ort oder postalisch von der Bußgeldstelle geahndet, erläuterten beide: „Die restlichen 235 Verkehrsunfälle wurden im qualifizierten Verfahren aufgenommen und entsprechen einem prozentualen Anteil von 40,25 Prozent“. Ein eher seltenes, dafür aber sehr glückliches Ergebnis der Statistik: Es gab keinen einzigen tödlichen Unfall im Zuständigkeitsbereich. Konstant geblieben ist die Zahl der Schwerverletzten mit 13, bei den Leichtverletzten stehen 64 aus dem Jahr 2016 der Zahl von 72 Leichtverletzten aus dem Jahr 2017 gegenüber. „Eine nicht zu unterschätzende Zahl von Leichtverletzten ist in der Gruppe der Senioren zu finden: „Da spielen auch Verkehrsunfälle mit durch einen Elektromotor angetriebenen Pedelecs eine Rolle“, resümierte Wengler. Als beachtlich bezeichnete er den prozentualen Anteil von Wildunfällen: „Da liegen wir bei 27,82 Prozent, das ist eine vergleichsweise hohe Zahl“. Immer wieder werde darauf hingewiesen, im Frühjahr und im Herbst vor allem während der Dämmerungszeiten besonders achtsam zu fahren: „Das können wir Gebetsmühlen mäßig immer nur wiederholen“. Nicht außer Acht gelassen wurde bei der Statistik, die Beteiligung schwächerer Verkehrsteilnehmer. Damit sind unter anderem Fußgänger beziehungsweise Radfahrer gemeint: „Gerade in dieser Gruppe enden Verkehrsunfälle meistens mit Verletzungen“. Bei den Radfahrern wurden in 2017 insgesamt fünf schwer und 32 leicht verletzt, das sind 92,50 Prozent der Beteiligten. Ein Fußgänger wurde schwer und acht leicht verletzt, das sind 75 Prozent der Beteiligten. Unerlaubt von der Unfallstelle entfernten sich 2017 insgesamt 149 Fahrzeugführer. Davon konnten 57 Taten aufgeklärt werden. Das entspricht einer Aufklärungsquote von 38,26 Prozent. Wengler: „Unerlaubtes Entfernen von der Unfallstelle ist eine Straftat und kann mit Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren oder Geldstrafe geahndet werden. Das sollte man besser nicht vergessen“. Auch wenn die Unfallzahlen im Vergleich zum Vorjahr erneut leicht angestiegen sind, hat sich kein wirklicher Unfallschwerpunkt mehr herauskristallisiert, stellten Waschkewitz und Wengler fest:  „Wir werden die Einmündung Hartmannshof auf die Landesstraße190 in Mellendorf besonders im Blick behalten, dort haben sich nach vorläufiger Auswertung durch die Polizeiinspektion Burgdorf mehrere Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Radfahrern ereignet“.

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