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Heidelbeeren selbstpflücken – der Sommerspaß für die ganze Familie

Neustadt (r/j). Im Juli und August locken die großen, blauen Früchte die Familien in die Selbstpflückerplantage. Bequem im Stehen lassen sich dort die gesunden und leckeren Früchte der „Vaccinium corymbosum“, wie die Heidelbeere botanisch heißt, pflücken und genießen. Im Gegensatz zur heimischen, niedrigen Waldheidelbeere, stammt die Gartenheidelbeere aus den Wäldern Nordamerikas, wo die Pflücker schon vor rund 100 Jahren nur die schönsten und größten Früchte gesucht und die Pflanzen weitervermehrt haben. So können wir heute mit den süßen, nicht färbenden Früchten leckere Kuchen backen, sie zu Milchreis, Quark oder Vanilleeis genießen oder sie zu Marmeladen, bzw. Gelees weiterverarbeiten. Wem das zu aufwändig ist, genießt sie einfach pur: direkt vom Strauch in den Mund. Die Heidelbeere ist ausgesprochen bekömmlich und die hohe Menge der Antioxidantien stärkt die Abwehrkräfte, die Nerven, sowie die Blutgefäße. Darüber hinaus verzögert sie den Alterungsprozess unserer Körperzellen, wirkt sich positiv auf das Sehvermögen aus und sie besitzt eine regulierende Wirkung bei Magen- und Darmerkrankungen. Ihre antibakterielle Wirkung und die Inhaltsstoffe Calcium, Magnesium, Vitamin A, B1, B2, sowie Niacin, lassen sie schon fast zur „Medizin“ werden. Gründe genug, um sich im Sommer diese Frucht zu gönnen. Zum Beispiel in den Selbstpflücker-Plantagen. Eine junge und sehr attraktive Plantage, findet man beim Gartencenter Wassermann, in Neustadt am Rübenberge, direkt am Ortsrand. Hier hat der Eigentümer Harald Wassermann seine Heidelbeersträucher rund um sein Gartencenter angebaut. Er ist stolz, in seiner jungen Plantage die besten und attraktivsten Sorten, die es am Markt gibt, anbieten zu können und lädt seine Besucher auch mit seinem Café, bei frischem Kuchen, Waffeln und Eis, zum Verweilen ein. Mit Elektro-Caddys werden die Pflücker und Pflückerinnen zu den besten Stellen gefahren – allein das ist schon eine Anfahrt wert. Oder man geht auf eigene Faust durch die Reihen und findet aus den vielen Heidelbeersorten seine Lieblingssorte heraus. Wer sich in die Heidelbeere verliebt (das passiert den Meisten), kann mit dem Strauch auch Zuhause seinen Garten bereichern. Mit weißen Blüten im Mai, leckeren Früchten im Juli/August und einer tollen, roten Herbstfärbung ist die Pflanze durchaus auch als Zierpflanze attraktiv. Selbst als Kübelpflanze gedeiht sie unkompliziert und prächtig. An den Boden stellt sie dabei jedoch ein paar Ansprüche und erwartet einen niedrigen pH-Wert, ausreichend Humus und eine gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe. Klingt kompliziert, ist jedoch mit der richtigen Pflanzerde, z.B. Rhododendron-Erde, leicht zu gestalten.In den Heidelbeer-Plantagen kommen die Pflanzen etwa nach 8 Jahren in die „Ertragsphase“, wo die Früchte einzeln von Hand geerntet werden, denn ein Strauch reift nicht „im Ganzen“ wie die Johannisbeere, sondern liefert über Wochen verteilt immer wieder kontinuierlich leckere Beeren. So „wandert“ der Selbstpflücker automatisch von Busch zu Busch, entspannt, genießt die Natur und füllt ganz nebenbei schnell seinen Eimer. Wer einmal mit dem Heidelbeerpflücken angefangen hat wird es lieben. Diese Frucht hat „Suchtfaktor“!

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