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Wenigsten der neue mobile Kiosk hatte seinen verdienten Auftritt

Workshop-Team um Hans Horst hat ein vielversprechendes System für Veranstaltungen entwickelt

Wedemark (jo). Auch die Theater Tage Wedemark haben in diesem Jahr unter der Corona-Entwicklung immer wieder neu gelitten. Geplante Veranstaltungen mussten entweder verschoben oder sogar ganz abgesagt werden. Für einige gelang es, Alternativen zu finden – aber auch die für vergangenen Samstag vorgesehene Premiere des von der Probebühne erarbeiteten Bühnenstückes „Ein schmaler Grat” wurde Opfer der aktuellen Entwicklung. Premiere hätten dabei nicht nur die neun Akteure auf der Bühne der Mellendorfer Grundschule gehabt, sondern auch der neue mobile Kiosk sollte dabei zum ersten Mal zum Einsatz kommen. Der immerhin hatte zumindest am letzten Samstag seinen Auftritt – wenn auch ohne Publikum. Wie schon im vergangenen Jahr, als die Theater Tage während des Sommers an verschiedenen Veranstaltungsorten in der Wedemark planmäßig laufen konnten, soll der neue Kiosk bei künftigen Veranstaltungen das im letzten Jahr vorgestellte mobile Foyer begleiten. Erneut fand sich eine Gruppe in Form eines Workshops um Tischler und Designer Hans Horst aus Mellendorf zusammen, die von der Ideenentfindung bis zur Umsetzung die Entwicklung des Kiosks übernahm. „Es hat sich eine Gruppe junger Erwachsener gefunden, die aus der Wedemark stammen oder in der Wedemark leben”, freute sich Wedemarks Kulturbeauftragte Angela von Mirbach bei der Präsentation des Ergebnisses. „Wir haben hier das Resultat echter Teamarbeit”, freute sich auch Hans Horst. „Aus der Diskussion heraus ist ein mobiles System entstanden, das in seiner Form verändert werden kann, das wachsen kann und das viele Nutzungsmöglichkeiten zu bieten hat.” Die Kreativität der Planungsgruppe, die aus Mitgliedern des Vereins „Die Festivalmacher” aus der hannoverschen Kulturplattform kommt, hat ein System entwickelt, das weiteres Potential in sich birgt: „Was hier entstanden ist, entspricht genau dem Anspruch, den die Theater Tage und die Kulturszene in der Wedemark hat”, erläuterte von Mirbach: „Kultur selbst gestalten und aktiv daran teilhaben, ist das, was wir gerne fördern möchten.” Als Basis für den Kiosk dienen wabenförmige Elemente, die mit einem simplen Haltesystem nahezu auf jedem Untergrund variabel zusammengesetzt werden können und damit eine hohe Flexibilität mitbringen. Über ein Stangensystem können weitere Elemente auf der Fläche fest verankert werden, für den Kiosk zum Beispiel ein Verkaufstresen und ein Regal für die angebotenen Snacks und Getränke. Zur „Premiere noch nicht fertig geworden ist die Bedachung, die in Form von Segeln gestaltet werden soll. Diese Arbeit wird die Nähwerkstatt „Taschentalente” übernehmen. „Auch hier werden wir so unserem Anspruch, Kultur selbst zu machen und Gruppen miteinander zu vernetzen wieder gerecht”, so von Mirbach, die gleichzeitig signalisierte, dass die Konstruktion durchaus auch für andere Veranstaltungen der Gemeinde Wedemark genutzt werden kann. Genau wie das mobile Foyer ist auch das neue Requisit durch sein spezielles System leicht auf- und abzubauen, lässt sich gut transportieren und hat noch ganz andere Qualitäten. Denn das ausgeklügelte System könnte auch als Bühne verwendet werden, als mobile Terrasse und weitere Einsatzmöglichkeiten, Erste Überlegungen, das System zum Patent anzumelden seien nicht ganz. abwegig, bestätigten Hans Horst und die Gruppe der jungen Planer.

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