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Scorpions im Doppel-Duell gegen Halle

Mellendorf (kh). Am vergangenen Wochenende standen für die Scorpions gleich zwei Spiele gegen die Halle Saale Bulls auf dem Programm. Den Anfang machte das Team beim Auswärtsspiel bei den Saale Bulls am Freitag. Hier brachte sich Halle mit seinem NHL-erfahrenen Neuzugang Nathan Robinson nach nur einer Minute in Führung. Auch das zweite Drittel startete Robinson mit einem erneuten Tor gegen die Scorpions, die weiterhin versuchten, dem spielstarken Gegner Paroli zu bieten. Zwar konnte Scorpions-Kanadier Chad Niddery auf 2:1 verkürzen, doch nach 34 Minuten schaffte Robinson den Hattrick. So blieb den Scorpions nur noch ein Drittel, um das Spiel zu drehen. Zu Beginn des Schlussabschnitts – es waren erst 31 Sekunden gespielt – gelang Scorpion Patrick Schmid ein erneuter Anschlusstreffer, der das Spiel wieder offener machen sollte. Doch dann kam alles anders, als gedacht. Beim Kampf um die Scheibe an der Bande geriet Scorpions-Spieler Thomas Pape mit Nathan Robinson aneinander, ein kurzes Gerangel um die Scheibe entstand und endete blitzschnell mit Faustschlägen des explodierenden Robinsons, dessen erster Fausthieb Papes Nase brach. „Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass das so eskaliert. Darauf war ich in keinster Weise vorbereitet“ kommentierte Pape nach dem Spiel. Auch Halles Mannschaftskapitän Schmitz mischte sich ein und langte ebenfalls zu. Die Unparteiischen griffen bei der Verteilung der Strafen mächtig tief in die Tasche. Insgesamt 99 Strafminuten brachte das Spiel hervor, davon allein aus dieser Situation zwei Spieldauer-Disziplinarstrafen gegen Pape und Schmitz sowie eine Match-Strafe gegen Robinson. Die anschließende Überzahl nutzten die Scorpions ihrerseits zum Ausgleich durch Björn Bombis, der sein Team somit in die Verlängerung rettete. Hier war es letztlich erneut Chad Niddery, der nach gut einer Minute traf und so den Extra-Punkt sicherte. Zum Rückspiel am Sonntag in der Mellendorfer hus de groot EISRAENA erschienen die Gäste aus Halle ersatzgeschwächt mit gerade einmal zwölf Feldspielern. Und doch starteten die Gäste das Spiel nach fünf Minuten mit einem Tor, legten sogar drei Minuten später noch einmal nach. Dann war es Sachar Blank, der die Tordifferenz ein erstes Mal reduzieren konnte. Im Mittelabschnitt legte Halle erneut nach, und das sogar in Unterzahl. Patrick Schmid traf wenige Minuten später für die Scorpions mit einem erneuten Anschlusstreffer. Und wieder legte Halle vor, machte zwei Minuten später das nächste Tor, das wiederum Björn Bombis kurz darauf konterte. Ein deutlicher Favorit auf den Sieg stand auch im Schlussdrittel nicht fest. Beide Teams kamen mit schönen Aktionen vor das gegnerische Tor. Den 4:4-Ausgleich schoss Dennis Schütt aus zweiter Reihe neun Minuten vor Schluss. Als es dann jedoch fünf Minuten später erneut im Kasten von Scorpions-Goalie Björn Linda klingelte, wurde die Luft dünner. Die Scorpions setzten zum Ende hin alles auf eine Karte und tauschten den Goalie gegen einen sechsten Mann auf dem Eis, doch Halle gelang per Fernschuss der Siegestreffer ins leere Tor. „Solche Spiele muss man einfach schnell abschütteln und wieder nach vorne schauen“ meinte Scorpions-Stürmer Robin Marek nach dem Spiel. Das nächste Heimspiel haben die Scorpions am kommenden Freitag, 27. Oktober um 20 Uhr in der hus de groot EISARENA gegen die ­TecArt Black Dragons aus Erfurt.

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