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Scorpions holen sich ersten Viertelfinal-Sieg gegen Rosenheim

Mellendorf (kh). Am vergangenen Freitag, 29. März, startete die Viertelfinal-Serie in den Playoffs zur DEL2 in der Mellendorfer hus de groot EISARENA. Über 2.000 Fans kamen in das Eisstadion, um sich die Begegnung der Hannover Scorpions gegen die Star Bulls Rosenheim anzuschauen – eine Partie, die bereits im Vorfeld Spannung versprach. Bereits im Vorjahr mussten beide Teams im Viertelfinale gegeneinander antreten, mit dem besseren Ausgang für die Scorpions. Die Rosenheimer versprachen also Revanche. Für zwei der Scorpions-Akteure sind die Spiele gegen Rosenheim immer etwas ganz Besonderes. Christoph Koziol begann im Jahr 2001 seine Karriere bei den Rosenheimern. Sein Team-Kollege Sean Fischer verbindet mit dem Süd-Club etwas eher Familiäres, denn sein Vater, Ron Fischer, spielte zehn Jahre dort, sein Name und seine Rückennummer hängen als Ehrung im Rosenheimer Eisstadion. Man merkte gleich zu Beginn des Spiels, dass die Gäste ihre Hausaufgaben gemacht hatten und genau wussten, welche Spielzüge die Scorpions spielen würden oder welche Spieler intensiv aus dem Spiel genommen werden müssen. So kam es auch, dass Rosenheim bereits nach knapp zweieinhalb Minuten den ersten Überraschungstreffer landen konnte. Den Rest des ersten Drittels versuchten die Scorpions, sich auf die Gäste einzuspielen, doch sie machten es ihnen schwer. Im Mittelabschnitt kamen erneut die Star Bulls besser ins Spiel und konnten wieder früh punkten, nach nur drei Minuten klingelte es erneut im Kasten der Gastgeber. Die laufstarken Rosenheimer störten die Angriffe ihrer Kontrahenten früh, so dass diese kaum über das neutrale Drittel hinauskamen. Gelang dies doch einmal, zeigte sich der Abschluss oft zu ungefährlich oder wurde stark durch Rosenheims Schlussmann pariert. Erst im letzten Drittel gelang den Gastgebern der Befreiungsschlag. In eigener Unterzahl setzte Sean Fischer gemeinsam mit Chad Niddery zum Konter an, Fischer wollte passen, doch der Pass prallte vom Verteidiger ab zurück auf Fischers Kelle, der elegant zum 1:2 Anschlusstreffer einnetzte. Von da an zeigten die Scorpions ihr Playoff-Gesicht. Jeder Check wurde gnadenlos zu Ende gefahren, die Scheibe wurde vehement verteidigt und die Angriffe wurden immer gefährlicher. Die nächsten zehn Minuten spielte sich die Partie beinahe ausschließlich im Drittel der Gäste ab, bis Patrick Schmid einen seiner gefürchteten Schlagschüsse in den Ausgleich verwandelte. Mit diesem Spielstand ging es in die nervenaufreibende Verlängerung, die 2.000 Fans im Stadion bebten, keiner saß mehr auf seinem Platz, alle standen, klatschen und feuerten ihr Team an, untermalt von den schlagenden Rhythmen der Drummer Boys. Es liefen gut drei Minuten in der Verlängerung, als erneut Patrick Schmid den Puck im gegnerischen Tor versenken und somit den ersten Serien-Sieg für sein Team sichern konnte. Am Sonntag ging es dann nach Rosenheim zum Spiel zwei. Hier zeigten sich die Gastgeber deutlich überlegen und ließen den Scorpions trotz zwei Toren durch Matt Wilkins keine reale Chance. Die Partie endete 2:6 aus Sicht der Scorpions. Nun ist die Serie wieder offen und alles ist möglich. Spiel drei findet bereits heute Abend um 20 Uhr im Mellendorfer Eisstadion statt.

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