Hannover Scorpions

Scorpions entscheiden Playoff-Krimi gegen Weiden für sich

Viertelfinal-Serie gegen Rosenheim startet am 29. März

Mellendorf (kh). Das Playoff-Achtelfinale war schon eine echte Zerreißprobe für die Nerven. Nach der knappen Niederlage im ersten Spiel gegen die Blue Devils Weiden und die geglückte Revanche im Spiel zwei konnten sich die Scorpions im dritten Spiel am vergangenen Dienstag, 19. März, in der heimischen hus de groot EISARENA erneut gegen die Weidener durchsetzen und mit dem 6:2-Endergebnis ein deutliches Zeichen setzen. Zwar gelang es den Gästen aus dem Süden zunächst, nach nur 24 Sekunden einen überraschenden Führungstreffer zu landen, der die Gastgeber etwas ins Taumeln brachte, doch diese fingen sich schnell wieder und konnten noch in der selben Spielzeit durch einen gekonnten Treffer von Dennis Arnold ausgleichen. Quasi mit dem Abpfiff des Drittels lieferten sich die Teammitglieder beider Mannschaften auf dem Eis ein kleines tête à tête, bei dem vor allem verbal gut ausgeteilt wurde. Spätestens da wurde allen Beteiligten – auch den Zuschauern auf den Rängen – klar, dass die Playoffs begonnen hatten. Im Mittelabschnitt kamen die Scorpions mit brutaler Übermacht zurück auf’s Eis und ließen ihren Kontrahenten kaum Luft zum Atmen. Trotzdem wollte das Hartgummi einfach nicht ins gegnerische Tor, was auch der Top-Leistung des Weidener Schlussmanns zu verdanken war. Nach gut vier Minuten verwandelte Patrick Schmid in Überzahl einen überragenden Pass von Björn Bombis und holte damit auch die Führung für die Hausherren. Knapp 90 Sekunden vor Schluss des Drittels traf Schmid erneut, wieder auf Vorlage von Bombis, und baute somit die Führung weiter aus. Den Schlussabschnitt eröffneten dann wieder die Gäste, die ein Powerplay nutzten, um den Anschlusstreffer zum 3:2 zu landen. Davon unbeeindruckt starteten die Scorpions eine Angriffswelle nach der anderen. Es dauerte auch nicht lange, bis sich die Mühen auszahlten und so konnte Chad Niddery nur kurz später die Führung wieder weiter ausbauen, gefolgt von Andrej Strakhov, der nur 57 Sekunden später einnetzte. Besonderes Highlight und völlig unerwartet war das Tor von Goran Pantic, der sich an der blauen Linie vor der Gästebank platziert hatte, um den Puck im Angriffsdrittel zu halten. Mit einem Handgelenksschuss beförderte er das Hartgummi kurzerhand ins obere Eck, drehte sich zur Spielerbank der Weidener um, positionierte sich direkt vor den entgeisterten Gegenspielern und breitete seine Arme aus als wolle er sagen: „So spielt man Playoffs.“ Diese Provokation konnten die Gäste nur schwer hinnehmen und so gingen die Unparteiischen sofort dazwischen, um die Situation zu entschärfen. Mit dieser Führung in der best-of-five Serie fuhren die Scorpions am Freitag, 22. März, zum Spiel vier nach Weiden. Auch in dieser Partie konnten die Weidener den ersten Treffer für sich verbuchen. Den Ausgleich für die Scorpions machte Matt Wilkins in der 16. Minute, in der letzten Spielminute des Drittels legte Marian Dejdar dann sogar noch einmal nach. Den Mittelabschnitt starteten die Scorpions offensiv und belohnten sich selbst durch einen Treffer von Marius Garten. Entsprechend motiviert agierten die Wedemärker in der restlichen Zeit, mussten dann aber kurz vor der zweiten Drittelpause doch noch einen Gegentreffer in Unterzahl einstecken. Im Schlussdrittel drehten die Weidener angesichts des drohenden Rauswurfs noch einmal deutlich auf und schafften in der 47. Spielminute den erhofften Ausgleich. Beide Teams warfen alles ins Spiel, die Scorpions wollten unbedingt das Tor, um die Serie zu beenden, Weiden wollte die Serie unbedingt weiterführen. Mit diesem Unentschieden ging es folglich in die Verlängerung, die entgegen der regulären Saison ebenfalls 20 Minuten dauert oder eben endet, wenn eine der beiden Mannschaften ein Tor schießt. Es waren knapp dreieinhalb Minuten gespielt und Weiden konnte sich vor Christoph Mathis festsetzen, da gelang den Scorpions ein Konter. Nach zwei Torschüssen, die Weidens Goalie noch parieren konnte, landete der zweite Abpraller genau auf der Kelle von Patrick Schmid, der zum erlösenden Overtime-Treffer und dem hart erkämpften Serien-Sieg traf. Nun sind die Scorpions eine Runde weiter und werden im kommenden Viertelfinale auf die Star Bulls Rosenheim treffen. Dieses Team kennt man bereits aus der vergangenen Saison, ebenfalls aus dem Viertelfinale. Damals haben die Scorpions die Serie in vier Spielen (4:1, 6:5, 3:4, 2:1) für sich entscheiden können. Rosenheim hat schon die Revanche angekündigt, doch auch die Scorpions freuen sich auf ihren erneuten Widersacher. Das erste Viertelfinalspiel startet am Freitag, 29. März um 20 Uhr im Mellendorfer Eisstadion.

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