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Schützendamen hatten zum Jubiläumsfrühstück eingeladen

Scherenbostel (jo). Es duftete nach frisch aufgebrühtem Kaffee, die Tische waren hübsch eingedeckt und das Buffet mit allem, was zu einem ausgiebigen Frühstück dazu gehört war reich bestückt. Die Damenabteilung des Schützenvereins Scherenbostel hatte Delegationen aus allen zum Kreisschützenverband Wedemark-Langenhagen gehörenden Vereinen eingeladen, um in dieser Form das 50-jährige Bestehen ihrer Abteilung gebührend zu feiern. Und die beiden Damenleiterinnen Anke Cohrs und Heike Stoll-Gutowski konnten dabei über –dicht besetzte Tischreihen blicken; „Mit so einer tollen Resonanz hatten wir nicht gerechnet”, freute sich Anke Cohrs: Es ist toll, dass ihr alle gekommen seid”. Neben dem Ehrenmitglied des Kreisschützenverbandes, Hermann Rathmann, war Vereinsvorsitzender Jürgen Kowahl der einzige männliche Vertreter in der vergnügten Runde: „Wir Männer fühlen uns mit so vielen Frauen sehr wohl”, unterstrich Kowahl: „Dass ihr gekommen seid, zeigt auch den Zusammenhalt und die Solidarität unter den Schützendamen. Sie sind nicht nur in unserem Verein das Rückgrat, sondern auch in den Nachbarvereinen”. Und er vergas auch nicht darauf hinzuweisen, dass die Jubiläumsfeier der erste offizielle Anlass nach der gründlichen Renovierung des Schützenhauses im Dorf sei: „Wir haben extra für euch noch einmal alles gestrichen, damit ihr es auch schön habt”. Für die Damenleiterinnen war das gemeinsame Frühstück auch ein Rahmen, noch einmal zurückzublicken in die Anfangszeit: „Wir hatten Glück und wurden von den Männern aufgenommen”, stellte Anke Cohrs fest. Damals war es noch so, dass die Zustimmung der ausschließlich männlichen Vereinsmitglieder zur Gründung einer eigenen Damenabteilung notwendig war. Olga Loos war es, die die Initiative ergriff und so fanden die ersten Treffen und ersten Schießen 1969 im Saal des Gasthauses Prendel in Wiechendorf statt. Die Treffen der Damen dagegen wurden privat organisiert und fanden in den einzelnen Haushalten statt: „Einmal wurde bei einem Schießabend versehentlich ein Lampenschirm getroffen”, erzählte Cohrs: „damit es nicht so auffiel wurden die Scherben kurzerhand in der Handtasche verstaut und so entsorgt”. Ohne Schießjacken und ohne Handschuhe fanden die Trainings statt, aber trotzdem gelang es schon bald, Mannschaften für die Rundenwettkämpfe im Kreisverband zu melden. Und schließlich schafften sich die Damen auch ihre eigene Schützentracht an, damals noch nicht von der Stange, sondern maßgeschneidert. „Unsere Abteilung war damals wie heute eine schlagkräftige Truppe”, stellte Cohrs zufrieden fest. Das hätte sich in der Vergangenheit mehr als einmal bewiesen, als das 25-jährige Jubiläum ausgerichtet wurde oder auch die Kreisdamenweihnachtsfeiern gleich mehrfach. In diesem Jahr erlebten die weiblichen Vereinsmitglieder eine besondere Überraschung, die ihnen am Rosenmontag der Vorsitzende und sein aus Männern bestehendes Team bereiteten. Sie bekamen ein üppiges Buffet serviert und mussten außer zu genießen einmal nichts weiter tun. Als Gast in der Runde war auch Kreisoberschützenmeisterin Birgit Gräfenkämper, die die Glückwünsche zum Jubiläum des Kreisvorstandes überbrachte. Sie nutzte die Feier, um die diesjähri- gen Gewinnerinnen des Jutta-Rathmann-Pokals zu ehren. Und der blieb gleich an Ort und Stelle, denn Jubiläumsschützenkönigin Angelika Fennen aus Scherenbostel wurde Siegerin. Der Erlös aus dem Wettbewerb und einer Sammlung während des Frühstücks in Höhe von 702,10 Euro kommt dem Ambulanten Hospizdienst des ASB zu Gute.

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