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Nach dem Brand ist die Zukunft des Gemeindehauses ungewiss

Mellendorf (kh). Der verheerende Brand, der das Gemeindehaus der St. Georg Kirche komplett zerstört hat, löste in der gesamten Wedemark große Betroffenheit aus (siehe auch Berichterstattung auf Seite 3). Wie Pastor Michael Brodermanns, der die Einsatzkräfte in der Brandnacht begleitet und unterstützt hat, am Donnerstagabend berichtete, werde der Kirchengemeinde viel Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt zu Teil. Die ev.-luth. Gemeinde Mellendorf/Hellendorf selbst bedankte sich öffentlich bei den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr, der Rettungsdienste sowie der Polizei für den Einsatz bei dem Brand. Bereits am Morgen, nachdem das Gebäude neben der Kirche niedergebrannt war, begannen Caren Holstein-Lemke, Leiterin der Kita St. Georg, und Lars Arneke, pädagogische Leitung der Kindertagesstätten in Trägerschaft des Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen, mit der Suche nach einem Übergangsquartier für die zwei Krippengruppen mit jeweils 15 Kindern, die bislang im Gemeindehaus untergebracht waren. Auch ihnen begegnete große Hilfsbereitschaft. So bot unter anderem die kommunale Kindertagesstätte KiTamiTu in Mellendorf übergangsweise Platz für eine Gruppe mit 15 Kindern an. „Zu dieser Lösung hat jetzt die Landesschulbehörde als Aufsichtsbehörde ihre vorläufige Zustimmung erteilt“, erklärte Arneke am Freitagmittag. Die Betreuung dieser Gruppe startete am heutigen Dienstag, der dringendste Bedarf in den betroffenen Familien wird damit gedeckt. „Wir bekommen hier sehr schöne Räume und werden ausgesprochen gastfreundlich aufgenommen“, freut sich Caren Holstein-Lemke. Auch für die übrigen 15 Kinder würden intensive Gespräche für eine gute Lösung geführt, sie sei mit den Familien im Gespräch. Mehrere Eltern hätten darüber hinaus zugesagt, ihre Kinder für eine Übergangszeit Zuhause zu behalten. Einig sind sich die Verantwortlichen in Kirchengemeinde, Kirchenkreis und Kirchenkreisamt darin, dass der Wiederaufbau des Gemeindehauses schnell erfolgen soll. Das zuständige Kirchenkreisamt hat dafür bereits erste Schritte in die Wege geleitet: Abstimmungsgespräche mit der Versicherung, die Inventarisierung des entstandenen Schadens, die Suche nach einem Architekten. Aktuell beschäftigen sich Statiker mit der Frage, ob die alte Schule, von der noch die Außenwände stehen, wieder aufgebaut werden kann oder aufgrund der starken Zerstörung vollständig abgerissen werden muss. „In etwa zwei Wochen rechnen wir mit einer Entscheidung“, sagt Michael Brodermanns. Der neue Teil des Gemeindehauses, in dem das Familienzentrum „emilie“ untergebracht war, wird für etwa sechs Monate nicht nutzbar sein; das Elterncafé sowie die meisten anderen Gruppen aus dem Haus können ihre Arbeit jedoch im benachbarten Pfarrhaus, in den Nachbarkirchengemeinden, im Mehrgenerationenhaus und in der katholischen Kirchengemeinde in Mellendorf fortsetzen. Für die Seniorenkreise konnte bislang noch keine Lösung gefunden werden. Erleichterung herrscht bei allen Beteiligten darüber, dass das Gemeindehaus gut versichert war. Der Wiederaufbau sei abgedeckt, berichtet Michael Brodermanns. Unterdessen ist der Kirchweg im Bereich des Gemeindehauses komplett gesperrt, Anwohner können über die Berliner Straße zu ihren Wohnungen fahren.

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