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Mit Fluxx lassen sich Betreuungslücken zügig überbrücken

Wedemark (jo). Eltern von kleinen Kindern und vor allem Alleinerziehende kennen die Situation: Unvorhergesehene Zwischenfälle können den penibel durch getakteten Tagesablauf ganz schnell ins Wanken bringen: Eines der Kinder wird überraschend krank, keine Großeltern oder Freunde in der Nähe, die vertrauten Nachbarn nicht zu erreichen. Dann ist guter Rat teuer. Hier kann die „Fluxx-Notfallbetreuung” eine Lösung sein, die im Ernstfall schnell und zuverlässig einspringt. Seit 1. August ist die Gemeinde Wedemark Parnter im Verbund der Notfallhilfe und damit steht dieser Dienst allen Wedemärkerinnen und Wedemärkern jetzt zur Verfügung: „Es geht bei dem Projekt, das in der Stadt Hannover und inzwischen in zahlreichen Kommunen in der Region greift, vor allem darum, ein Angebot vorzuhalten, das eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zulässt”, sagte jetzt Sabine Schrader, die das Projekt maßgeblich mit entwickelt hat. Sie war in die Wedemark gekommen, um das Siegel der Partnerschaft an Bürgermeister Helge Zychlinski zu überreichen. Das Schild soll einen gut sichtbaren Platz im Rathaus bekommen, und erste Infos über diesen besonderen Service bieten. Als Verbindungsglieder zur Zentrale werden die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Wedemark, Silke Steffen-Beck, sowie Tobias Baron vom Team Kinderbetreuung fungieren. Der Notfallservice „Fluxx” kann übrigens nicht nur für die Betreuung von Kindern in Anspruch genommen werden, sondern auch von pflegenden Angehörigen, die Eltern oder andere Familienmitglieder versorgen. Auch hier kann es einen Notfall geben, bei dem dann qualifizierte Helferinnen und Helfer einspringen können. Die Notrufnummer von Fluxx ist 24 Stunden am Tag erreichbar und zunächst wird die Notfallsituation erfasst: „Ganz oft ergeben sich bei solchen Gesprächen schon Lösungsmöglichkeiten. Ist das nicht so, dann kommt eine Helferinnen von uns zum Beispiel in die Familie, um dort Kinder in ihrer gewohnten Umgebung zu betreuen”. Alle Helferinnen und Helfer können sich mit einem Ausweis legitimieren, es sind fast ausschließlich ehrenamtliche Betreuungspersonen, die sich im Notfall auf den Weg machen: „Die Beratung in einem solchen Fall ist kostenlos. Jede Betreuungsstunde kostet dann 5 Euro”, listete Schrader auf. Der Stundensatz ermäßigt sich auf 3 Euro, wenn ein Elternteil oder Angehöriger in einer Wohnortkommune lebt, die Partner des Fluxx-Projektes ist. Das heißt für die Wedemärker gilt der vergünstigte Tarif, denn die Kommune zahlt pro Kind unter 10 Jahren einen pro Jahr Beitrag in Höhe von 1 Euro an das Fluxx-Projekt: „Wir wollen mit diesem Angebot unterstreichen, dass wir eine kinderfreundliche Kommune sind”, sagte Zychlinski. Außerdem sei das Vorhandensein solcher besonderen Service-Angebote durchaus heute auch ein Kriterium bei der Personalsuche. Aktuell profitieren rund 80.000 Beschäftigte (aus 36 Partnerbetrieben) sowie rund 540.000 Menschen in der Region Hannover und der Landeshauptstadt von dem Angebot: „Wir würden uns freuen, wenn sich in der Wedemark auch Firmen und Betriebe für eine Partnerschaft mit uns entscheiden könnten”, betonte Schrader. Da das Projekt mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern agiert, können sich Interessierte gerne bei der Gemeinde Wedemark, Telefon 581-0 melden oder aber auch im Mehrgenerationenhaus in Mellendorf, Gilborn 6. Alle, die sich für eine Mitarbeit entscheiden, werden ausführlich über die Anforderungen, die dann an sie gestellt werden informiert und gegebenenfalls auch entsprechend geschult.

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