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Kunst von damals und heute: imago zeigt Werke von Künstlern aus der ersten Ausstellung

Bissendorf (lo). Für den imago Kunstverein Wedemark ist 2020 ein ganz besonderes Jahr. Der Grund: Im Jahr 2000 organisierte der Verein seine aller erste Ausstellung. Dafür konnte der im Jahr 1995 gegründete Kunstverein die Künstler Thomas Behling, Dagmar Brand, Jürgen Friede, Inge-Rose Lippok, Rosemarie Würth und den mittlerweile verstorbenen Wilhelm Beuermann gewinnen. Passend zu seiner 20-jährigen Ausstellungstätigkeit sind in der neuen Ausstellung „Zeitsprung“ wieder Werke dieser Künstler zu sehen. „Mit dieser Ausstellung gehen wir zurück ins Jahr 2000“, sagt Ute Loewener von imgao. Doch die Besucher können sich nicht nur auf ältere Werke, sondern auch auf viele neue Kunstwerke freuen. Dazu zählt unter anderem auch das Bild „Eiskristall“ von Dagmar Brand aus dem Jahr 2019. „Für mich ist dies eine Einladung zum Verweilen“, sagte Künstlerin Vera Burmester, die in die Ausstellung einführte. Und sie ergänzte: „Sie schafft einfach beeindruckende Bilder.“ Beeindruckt ist sie auch von den Bildern von Rosemarie Würth. Besonders hervor hob sie dabei das Bild „Quittenernte“ aus dem Jahr 1992. „Man hat das Gefühl, man kann die pelzige Oberfläche spüren“, so Burmester. Doch auch die Bilder von Wilhelm Beuermann, die seine Frau Rosemarie Würth zur Verfügung gestellt hat, sind sehr ausdrucksstark. Während das Bild „Thermopylae“ von 1994 eher mit wenigen Details gemalt wurde, sind auf dem Bild „Blick ins Gestern“ von 2006 viele Elemente zu sehen. „Beide Bilder sind zwar unterschiedlich gemalt, aber beide haben eine große Kraft inne und strahlen diese auch aus“, betonte Burmester. In unmittelbarer Nähe stehen die Skulpturen von Jürgen Friede. Dazu zählt auch das Werk „Wächter – untrennbar“ aus dem Jahr 2000. Während fast alle Seiten der beiden Skulpturen abgeschliffen sind, ist eine unbehandelt. „Die Kunst ist nicht durchschaubar. Wir fragen uns immer, was dahinter liegen mag“, sagte Burmester. Ähnlich sieht dies auch bei den Werken von Thomas Behling aus. Während diese einen im ersten Moment in Sicherheit wiegen, zeigt der zweite Blick eine andere Perspektive. „Er stellt mit seinen Werken auch unbequeme Fragen“, meinte Burmester. Eine Botschaft vermitteln aber auch die Werke von Inge-Rose Lippok. Besonders deutlich ist dies an ihrem Bild „Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann“ zu sehen. Das Triptychon – ein dreiteiliges Bild – soll zum Ausdruck bringen, wie man mit Fremden umgehen sollte. Und auch ihre weiteren Werke machen deutlich, dass manchmal ein Perspektivwechsel gut tun kann. Einen Wechsel gab es für die Besucher der Ausstellungseröffnung aber auch gleich zu Beginn. Von den Kunstwerken ging es zu Klaviermusik von Lynne Osterloh. Die Schülerin der Musikschule Wedemark spielte zum einen den Prolog von „Die Schöne und das Biest“ sowie „I like Chopin.“ Die Ausstellung „Zeitensprung“ des imago Kunstverein Wedemark ist noch bis Sonntag, 8. März, geöffnet. Zu sehen sind die Werke im Bürgerhaus Bissendorf, Am Markt 1, jeweils dienstags bis freitags von 11 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr und auch sonntags von 15 bis 17 Uhr. Zudem gibt es für Kinder am Sonntag, 23. Februar, von 15 bis 16.30 Uhr eine Kunstführung. Die Finissage mit Künstlergesprächen ist am Sonntag, 8. März.

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