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Kultusminister Tonne lässt sich über die Anbaupläne informieren

Wedemark (jo). Zeit hatte sich Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne für seinen Besuch bei der Gemeinde Wedemark mitgebracht. Nach internen Gesprächen mit der Verwaltungsspitze sowie den beiden Landtagsabgeordneten Editha Westmann (CDU) und Rüdiger Kauroff (SPD) stand nicht nur der Eintrag in das Goldene Buch der Gemeinde Wedemark auf dem Programm, sondern auch ein Besuch des Schulzentrums. Hier informierte er sich nicht nur über den aktuellen Stand der Raumsituation, sondern auch über den geplanten Anbau. „Wir haben hier auf dem Campus von der Grundschule, der Realschule, dem Gymnasium und der IGS alle Schulformen vertreten“, sagte Bürgermeister Helge Zychlinski: „Insgesamt sind es fast 3.000 Schülerinnen und Schüler, die hier unterrichtet werden – mit steigender Tendenz der Schülerzahlen“. Die Prognosen vor erst wenigen Jahren hätten diese Entwicklung nicht erwarten lassen, ergänzte er. Und dass nun bereits die räumliche Situation einen Anbau erfordere, sei bei den Planungen für das Schulzentrum in 2011 nach so kurzer Zeit nicht absehbar gewesen: „Wie haben jetzt schon Platzprobleme, für das kommende Jahr wird dieses Situation noch deutlicher werden“, sagte Zychlinski. Susanne Bischoff, Leiterin des Fachbereichs Hochbau der Gemeinde Wedemark, hatte in einem Klassenraum des Gymnasiums eine Präsentation der Anbauplanungen vorbereitet. In enger Kooperation mit den Schulen habe ein Architekturbüro aus Burgdorf die Entwürfe erstellt: „Wir werden an den vorderen Trakt des Schulzentrums anbauen, entstehen werden in dem dreigeschossigen Bau zuzüglich Keller, zehn neue Räume.“ Dazu gehöre im Erdgeschoss ein Mehrzweckraum, der unter anderem auch für Besprechungen genutzt werden könne: „Im Keller wird die Technik untergebracht, dort wird dann auch eine dezentrale Lüftungsanlage für das bestehende Schulgebäude ihren Platz erhalten“, erläuterte Bischoff: „für den Neubau ist eine entsprechende Anlage ebenfalls in die Planungen mit einbezogen“. Die Gestaltung der Außenfassade soll an das bestehende Schulgebäude angepasst gestaltet werden. Wie das Außengelände nach der Bauphase aussehen soll, werde unter anderem in Workshops zusammen mit Lehrern und auch Schülern erarbeitet, ergänzte Zychlinski. Insgesamt werde für die Baumaßnahme ein Investitionsvolumen von 8 Millionen Euro veranschlagt. Berücksichtigt wurde bei den Planungen auch die Einrichtung von Sanitäranlagen, die es erlauben, auch pflegebedürftige Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Inklusion angemessen zu versorgen und auch an geschlechtsneutrale Toilettenanlagen wurde gedacht. Wenn der Zeitplan eingehalten werden kann, dann sollen Anfang November die Bauarbeiten beginnen, fertig sein soll alles im Frühjahr 2021. Kultusminister Tonne zeigte sich beeindruckt von den Plänen und sprach sogleich das zweite Schwerpunktthema für die nahe Zukunft an: Die Digitalisierung des Unterrichts. Er wisse, dass es unabhängig der technischen Ausstattung für viele Lehrer auch eine Herausforderung sei, diese neue Form des Lernens in die Praxis umzusetzen. „Wir stellen den Schulen für diese Umstellung die finanziellen Mittel mit einer gewissen Sicherheit zur Verfügung“, sagte er: „die Gelder haben eine dreijährige Laufzeit und geben damit den Schulen eine bessere Planungssicherheit“. Denn neben der reinen technischen Ausstattung gelte es auch, die Wartung und Betreuung der digitalen Datenträger dauerhaft zu gewährleisten.

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