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Krippe Haus am Teich II setzt auf Energiespartechnik

Mellendorf (lo). Mit wenig Einsatz viel herausholen – dies soll mit der eingebauten Energie­spartechnik in der neuen Krippe Haus am Teich II der Kinderfreunde Wedemark gGmbH möglich sein. „Es ist eine Perspektive der Zukunft“, versicherte Ulf Hansen-Röbbel von Corona Solar. Denn mit dem Passivhausstandard, welcher sowohl das Wärmeversorgungs- als auch das Lüftungskonzept mit Wärmerückgewinnung und die Nutzung für den sommerlichen Wärmeschutz beinhaltet, kam bei dem Neubau der Krippe alles zum Einsatz, was die Energiespartechnik zu bieten hat. Für das Wärmekonzept wurden in der Krippe zwei Solarthermie Kollektoren verbaut. Diese transportieren das erwärmte Wasser in einen Schichtspeicher, welcher das Warmwasser für Heizung und Trinkwasser nach Bedarf verteilt. Um die überschüssige Energie ebenfalls nutzen zu können, gibt es unter der Bodenplatte des Gebäudes einen weiteren Speicher in Form eines sogenannten e-tanks. „Das kann man sich wie einen umgedrehte Kiste mit Sand gefüllt vorstellen“, erläuterte Hansen-Röbbel. Die Speicherkapazität beläuft sich dabei auf mehrere 1000 Kilowattstunden. Dadurch befindet sich in der Regel auch im Winter genug Wärme unter dem Haus, so dass die Wärmepumpe dort zusätzlich Wärme entnehmen kann. Ebenfalls verfügt die neue Krippe über eine Photovoltaikanlage, welche für den Strombedarf vorgesehen ist. „Wir haben diese wegen des Gefälles auf der Nordseite des Daches gebaut“, sagte Hansen-Röbbel. Aber er ergänzt: „Sie bringt aber fast so viel wie eine Anlage auf der Südseite.“ Für Tim Anrdt-Sinner, Geschäftsführer der Kinderfreunde Wedemark, war diese Entscheidung aber genau die richtige. „Wir wollten damit auch zeigen, dass man Technik verbauen kann, auch wenn die Bedingungen nicht so gut sind.“ Und das die Technik gut funktioniert, hat sich schon gezeigt. „Wir geben etwas von der erzeugten Energie auch in des alte Haus ab und nutzen es dort“, so Arndt-Sinner. Und weiter: „Ich bin froh, dass wir es so hingekriegt haben. Das war auch ein Grund dafür, dass wir hier bauen wollten.“ Möglich war der Einbau der neuen Technik allerdings nur durch die Unterstützung der Gemeindewerke Wedemark. Über die sogenannte Leuchtturm-Förderung erhielten die Kinderfreude Wedemark gGmbH 250.000 Euro, um das geplante Krippen-Gebäude umzusetzen. „Es sind dadurch schon viele tolle Projekte entstanden und jetzt auch dieses hier“, freute sich Bürgermeister Helge Zychlinski bei der offiziellen Übergabe. Damit ist die Krippe in der Gemeinde Wedemark das erste für öffentliche Zwecke genutzte Gebäude, welches in einer Passivhausweise gebaut wurde. „Die Feuerweher hat jetzt auch einen neuen Plan für die Anlage und auch die Flucht- und Rettungswege wurden für beide Häuser neu entwickelt“, erläuterte Arndt-Sinner.

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