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Heimatmuseum sucht einen neuen Leiter

Wedemark (jo). Die Entscheidung, sein Ehrenamt als Leiter des Richard-Brandt-Heimatmuseums in Bissendorf abzugeben hat Karl-Hans Konert bereits im Sommer gefällt: „Ich habe jetzt diese Aufgabe sieben Jahre lang sehr gerne erfüllt, nun ist es an der Zeit, dass auch neue Ideen in die Arbeit mit einfließen”, sagte er im Rahmen eines Pressegespräches, in dessen Verlauf der Rücktritt öffentlich gemacht wurde: „Als ich das Amt von Gerhard Kutzner übernommen habe, gab es nur wenige Helfer. Mittlerweile gehören zum Museumsteam rund 20 Mitglieder, die ganz unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen”, listete er auf. So würde nicht nur die personelle Betreuung der Ausstellungen im Obergeschoss der Gemeindebibliothek in Bissendorf und des benachbarten Kavaliershauses gewährleistet, sondern auch viele andere Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt. Das Team werde auch nach seinem Ausscheiden weiter arbeiten, allerdings gäbe es wie in den Jahren zuvor auch immer wieder Wechsel in der Besetzung: „Dies ist aber kein Problem, sondern ganz normal, wenn sich zum Beispiel Lebensumstände verändern”. Während der Wirkungszeit von Konert wurde vieles an der Struktur des Heimatmuseums verändert und dem Zeitgeist angepasst. Unter anderem wurde aus den wechselnden Ausstellungen im Kavaliershaus ein Konzept mit Dauerausstellungen: „Das hat die Arbeit deutlich erleichtert”, stellte Konert fest. in der Vergangenheit gehörte dazu auch die Organisation von zwei Sonderausstellungen pro Jahr, die immer wieder die Besucher anzogen: „Wir sind ein Heimatmuseum nicht nur für Bissendorf, sondern für die gesamte Wedemark”, betonte Konert. Und dass seine Idee, den Bogen von der Eiszeit bis in die heutige Zeit zu spannen dafür sorgt, dass sogar Besucher aus dem Ausland nach Besichtigungsmöglichkeiten fragen, freut ihn ganz besonders. Unter anderem haben bereits mehrfach Fans der Scorpions, von Heinz Rudolph Kunze oder weiteren bekannten Persönlichkeiten aus der Wedemark nachgefragt, wann sie die dem Museum übereigneten Exponate besichtigen können. Ebenso wurde die Zusammenarbeit mit den Schulen begonnen, unter anderem entstand so die Interview-Reihe mit Zeitzeugen, deren Beiträge auf Hoch- und auch auf Plattdeutsch mit moderner Videotechnik abgerufen werden können. Mittlerweile ist das Heimatmuseum der Wedemark Mitglied im Zusammenschluss der Arbeitsgemeinschaft Regionaler Museen Hannover-Deister: „Hier gibt es untereinander einen guten Austausch, was bei der Arbeit weiter hilft”. Bürgermeister Helge Zychlinski attestierte Konert eine hervorragende Arbeit, vor allem habe er es verstanden, die Koordination im Museumsteam zu leisten: „Das ist ein ganz wichtiger Punkt, damit die Arbeit auch funktioniert”. Konert verlasse ein sehr gut bestelltes Feld, das inzwischen auch von dem vor zwei Jahren gegründeten Förderverein unterstützt werde. Unter anderem konnte mit dessen Hilfe ein Bild des Kupferstechers und Landschaftsmalers Heinrich Busse erworben und der Gemeinde übergeben werden. Derzeit in Arbeit ist eine Präsentation des Werkes von Busse in digitaler Form, die demnächst in der Ausstellung zu sehen sein wird. Nun wird für das Ehrenamt des Museumsleiters ein Nachfolger gesucht: „Erwartet wird niemand mit einer Ausbildung als Museumsleiter”, betonte Zychlinski: „Interesse an historischen Zusammenhängen wären hilfreich, wir unterstützen gerne so gut es geht”. Wer Interesse hat, kann sich mit Karl-Hans Konert unter der Telefonnummer 79 03 96 in Verbindung setzten oder mit Jörg Clausing von der Gemeinde Wedemark unter der Nummer 581-280.

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