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famila-Markt in Mellendorf wird bis zum Jahr 2023 zu einem Fachmarktzentrum wachsen

Mellendorf (jo). Für den Geschäftsführer der famila Handelsmarkt Kiel GmbH & Co KG, Christian Lahrtz, war es ein wichtiger Termin am letzten Märztag. Zusammen mit dem Leiter der Unternehmensentwicklung, Boris Göttsche, war er zur Vorstellung des ehrgeizigen Neu- und Umbauprojektes des famila Marktes am Standort in Mellendorf in die Wedemark gekommen. Wenn alles planmäßig läuft, wird rund um den Bestandsmarkt eine Fachmarktzeile entstehen, der Einkaufsmarkt wird um 350 Quadratmeter Fläche erweitert und soll während der gesamten Bauzeit geöffnet bleiben. Ebenfalls dabei Bürgermeister Helge Zychlinski sowie die neue Leiterin des Teams Bauplanung und Bauaufsicht, Katrin Faesel. „Es war kein leichter Weg, bis wir die Baugenehmigung an sie aushändigen konnten”, sagte Zychlinski. Hintergrund dafür waren die nicht einfachen Gespräche zum Genehmigungsverfahren mit der Region Hannover für das Areal, für das es seit 1968 einen Bebauungsplan gibt. „Schließlich musste das Projekt doch genehmigt werden und darüber sind wir sehr froh.” Für das Projekt nimmt das Familienunternehmen 20 Millionen Euro in die Hand, um hier innerhalb der nächsten beiden Jahre seine Pläne umzusetzen. Schon im Mai sollen die ersten Arbeiten beginnen, dann müssen die Nachbargrundstücke durch Aufschüttungen auf das gleiche Niveau des Geländes von famila angepasst werden. Weiter geht es mit dem Anbau einer Fachmarktzeile und einem neuen Standort für den Aldi-Markt in Mellendorf. Hinter den gesamten Planungen steckt ein ausgeklügelter Logistikplan, denn famila hat sich nicht nur das freie Grundstück in direkter Nachbarschaft gesichert, das als sogenannter Expo-Parkplatz bekannt ist, sondern auch das der Firma Dolgner direkt im Anschluss in der Industriestraße. Der Fachbetrieb für den Sanitärbereich und Heizungsbau wird zu einem späteren Zeitpunkt das derzeit als Getränkemarkt und als Standort für das Futterhaus genutzte Gebäude umziehen. Der Getränkemarkt wird künftig in den famila-Markt integriert, mit eigenem Eingang und eigenem Kassenbereich. Das Futterhaus wird in einen Soltärbau umziehen, zweiter Mieter wird dort ein dm-Drogeriemarkt sein. In die Fachmarktzeile einziehen werden neben dem Textilmarkt Ernstings family auch Tamos Imbiss, der Backshop „Mein Lieblingsplatz”, der Tabak-Shop mit Post und Lotto-Stelle, ein Friseur sowie das Schuhgeschäft K+K vom Wedemärker Unternehmen Kienast. Dazu kommt eine Apotheke, für die Simon Brinkmann bereits Interesse angemeldet hat. Brinkmann betreibt in Mellendorf bereits die Bahnhof-Apotheke und die Kastanien-Apotheke an der Wedemarkstraße. Umziehen kann das Unternehmen Dolgner erst nach Fertigstellung des Solitärbaus und dem Umzug des Futterhauses. Am Gebäude des famila Marktes wird es ebenfalls Veränderungen geben, ein Obergeschoss mit Lagermöglichkeiten und auch Verwaltungsräumen soll aufgesetzt werden, außerdem entstehen dort Flächen, die zum Beispiel an Praxisbetreiber oder als Büros weiter vermietet werden sollen. 50 Parkplätze vor dem Eingangsbereich werden eine Überdachung erhalten. Gleichzeitig erfolgt eine Grundsanierung des gesamten Marktes, auch um ihn nach seinem Bau in 1999 den Ansprüchen der Zeit anzupassen: „Wir haben schon immer einen Blick auf den Standort in Mellendorf gehabt”, sagte Lahrtz und listete auf, dass dort aktuell das größte Projekt unter allen weiteren 89 Standorten im Nordbereich angegangen werde: „Wir haben von Anfang bis Ende sehr gute Gespräche mit der Gemeinde geführt, um unsere Pläne zu realisieren. Das ist nicht selbstverständlich, dass wir dabei immer den Rückenwind gespürt haben.” Verkehrstechnisch soll die Situation ebenfalls gelöst werden, wenn weitere Geschäfte dort auch angefahren werden müssen. Neben der bestehenden Zufahrt nur knapp 100 Meter hinter der Bahnschranke wird es eine neue Zufahrtsmöglichkeit auf die um 80 Stellplätze erweiterte Parkfläche von der Industriestra0e aus geben. In diesem Zug soll auch der bisher noch provisorisch angelegte Fußweg an der Wedemarkstraße ausgebaut und weiter in die Industriestraße gezogen werden. „Auch für unser Unternehmen ist der Bau ein Meilenstein. Wir wollen den Standort zukunftssicher und nachhaltig aufstellen”, so Lahrtz. Unter anderem wird geprüft, ob eine Fotovoltaikanlage installiert werden kann. Sicher ist bereits, dass es Ladestationen für E-Autos und auch E-Bikes geben wird. „Wir stehen hinter dem Projekt”, bestätigte Helge Zychlinski. Viele Kundinnen und Kunden aus dem Nordbereich der Gemeinde könnten künftig den Markt und alle weiteren Fachgeschäfte ohne die Bahnschranken zu queren erreichen und er sehe eine gute Chance, die durchaus hohe Kaufkraft in der Wedemark dort besser auch halten zu können.

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