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Erste Phase des Projekts „Kinderfreundliche Kommune“ ist abgeschlossen

Auf der Wunschliste steht ein Jugendbeauftragter für die Gemeinde Wedemark

Wedemark (lo). Drei Jahre lang hat die Lenkungsgruppe der Gemeinde Wedemark daran gearbeitet, die insgesamt 19 Maßnahmen vom Aktionsplan des Projekts „Kinderfreundliche Kommune“ umzusetzen – jetzt liegt der Abschlussbericht der ersten Phase vor. Eine besondere Herausforderung war in der nun abgeschlossenen Projektphase, die gesamte Verwaltung mit allen Institutionen und Einrichtungen für das Vorhaben zu begeistern. „Wir haben das Kindeswohl in alle Bereich der Verwaltung hinein transportiert. Das war für alle etwas Neues“, sagt Bürgermeister Helge Zychlinski. Doch auch im Laufe der Zeit, gab es immer wieder neue Herausforderungen und Momente, in „denen man verzweifelt ist“, meint Zychlinski. Für Projektleiterin Ellen Bruns ist das aber nichts Schlimmes gewesen. „Das braucht man auch. Es war ja auch etwas ganz Neues und ohne solche Momente hätte man nichts zum Nachdenken gehabt“, ist sich Bruns sicher. Das es aber dennoch gut funktioniert hat, zeigen die vielen realisierten Maßnahmen. Eine davon ist der Bürgermeistertag. Ziel dieser Maßnahme war es, den Schülern der weiterführenden Schulen am Campus W die Gelegenheit zu geben, sich einmal auf direktem Wege an den Bürgermeister zu wenden – sei es mit Sorgen, Fragen, Anregungen oder Ideen. „Der Bürgermeistertag ist jetzt auch schon in den Alltag übergegangen“, sagt Bruns. Denn diesen wird es auch weiterhin geben. Ebenfalls durchgeführt hat die Projektgruppe den Kinderrat. „Den habe ich noch gut in Erinnerung“, sagt Zychlinski. Besonders beeindruckt war er dabei davon, wie viele Maßnahmen die Drittklässler erarbeitet haben. „Einige davon haben wir sogar schon umgesetzt“, ergänzt der Bürgermeister. Neue Ideen sind auch beim Fahrrad-Aktionstag entstanden. Dazu zählen unter anderem der Pedelectag sowie der Radweg der Kinderrechte. Während diese Maßnahmen erfolgreich durchgeführt werden konnten, ist dies bei anderen noch nicht gelungen. „Das wollen wir aber in Zukunft fortsetzen“, betont Zychlinski. Und Bruns ergänzt: „Manchmal ist die Notwendigkeit aber nicht mehr gegeben oder gewünscht.“ Als Beispiel dafür nennt die Projektleiterin die nicht umgesetzte Website der Wedemarknews. Unter anderem wegen des Datenschutzes wäre dies mit viel Arbeit verbunden gewesen. „Das ist aber kein Scheitern, sondern ein Erkenntnis“, betont Bruns. Umsetzten möchte die Gemeinde hingegen noch den Kinder- und Jugendbeauftragten. „Da waren uns wegen des Fachkräftemangels bisher leider die Hände gebunden“, erläutert Zychlinski. „Es ist uns aber wichtig, dass es einen Ansprechpartner gibt.“ Aus diesem Grund steht der Kinder- und Jugendbeauftragte auch schon auf dem neuen Aktionsplan, welchen das Forum Kinderrecht – wie die Lenkungsgruppe nun heißt – seit Januar ausarbeitet. In dem Forum sind unter anderem Vertreter aus allen Fraktionen, der Grundschulen, der Kindertagesstätten sowie weiterführenden Schulen vertreten. Als Grundlage für den neue Plan dient den Mitgliedern auch die Evaluierung und Ideensammlung der Zukunftswerkstatt. Daran waren insgesamt 22 Kinder sowie 24 Jugendliche und Erwachsene beteiligt. „Wir gehen bei den Maßnahmen nachhaltig und strategisch vor“, sagt Bruns. Und weiter: „Einige übernehmen wir noch aus dem ersten Plan, die noch nicht erfüllt sind. Es werden aber weniger sein als vorher.“ Auch Zychlinski zeigt sich zuversichtlich. „Wir haben uns inhaltlich gut positioniert und das werden wir auch weiter fortsetzen. Der neue Aktionsplan muss das Forum Kinderrecht im Juni den Rat sowie im Juli dem Verein Kinderfreundliche Kommune in Berlin vorgelegt werden. Der Abschlussbericht der ersten Phase ist in Kürze auch auf der Internetseite der Gemeinde Wedemark verfügbar.

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