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CDU besichtigt Kirsch Pharma HealthCare

Bissendorf (kh). Auf der vierten Etappe ihrer Sommertour besuchte die CDU Fraktion im Rat der Gemeinde Wedemark am vergangenen Mittwoch das Unternehmen Kirsch Pharma HealthCare im Bissendorfer Gewerbegebiet. Geschäftsführer Dr. Carsten Hempel begrüßte die elf Teilnehmer persönlich und sorgte gleich zu Beginn der Führung für ein angenehmes Klima, sowohl menschlich als auch in Bezug auf die vorherrschenden Temperaturen. In den klimatisierten Räumlichkeiten des Pharma-Unternehmens erklärte Hempel zunächst die Hintergründe der vor 40 Jahren in der Region gegründeten Kirsch Pharma, deren hundertprozentige Tochter die Kirsch Pharma HealthCare ist. Während der Mutterkonzern in Salzgitter ausschließlich die Rohstoffe für die Produktion von Medikamenten hergestellt werden, sollen in Bissendorf künftig fertige Produkte vom Band laufen. Damit erfüllte sich Firmengründer Heinz-Jürgen Kirsch einen lang gehegten Traum. Bereits 2001 kaufte er das Grundstück im Bissendorfer Gewerbegebiet, im September 2016 konnte aber erst mit dem Bau der Produktionsstätte begonnen werden. Den Weg dorthin durch die Planungsphase lobte Dr. Hempel vor allem aufgrund der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Gemeinde, von der das Unternehmen stets die gewünschte Unterstützung bekommen habe. Auch Bissendorfs Ortsbürgermeisterin, Susanne Brakelmann, erklärte erleichtert: „Es lag uns auch sehr am Herzen, dass hier auf dem leeren Grundstück etwas entsteht.“ Ganz fertig sind die Baumaßnahmen allerdings noch nicht, nachdem Planungsänderungen im Bürotrakt für entsprechende Verzögerungen gesorgt haben. Auch die Produktionshallen sind noch nicht in Betrieb. „Die Maschine, die wir für die Produktion eingekauft haben und die uns im November 2017 geliefert werden sollte, kam vor zwei Wochen“ schilderte Hempel. Bei der Maschine handele es sich um eine Neuentwicklung, die im Herbst des letzten Jahres gerade einmal 50Prozent der vertraglich vereinbarten Leistung erbringen konnte. Die Maschine musste folglich komplett umgebaut werden, so dass ein erheblicher zeitlicher Verzug entstand. Nun sei sie jedoch an ihrem Platz und im kommenden Monat könne die Herstellungsgenehmigung eingeholt werden. Ist diese erst einmal erteilt, können an dem Standort diverse Medikamente hergestellt werden. Bedenklich für Umwelt oder Umgebung sei dies jedoch nicht, erläuterte der Geschäftsführer sehr detailliert. Zum einen würden nur unbedenkliche Medikamente hergestellt, zum anderen gäbe es keine Emissionen, Luft und Wasser würden vor dem Verlassen der Hallen gereinigt. Selbst für den Fall eines Feuers mit intensiven Löschmaßnahmen wurde insofern beim Bau gedacht, als dass im Boden unter den Hallen eine Rückhaltewanne für Löschwasser eingebaut sei. Der gesamte Standort sei auf Expansion aufgebaut, erklärte Hempel weiter. Die Maschine zur Produktion der Sachets würde gerade einmal ein Drittel der Hallenfläche ausfüllen, weitere Maschinen seien jederzeit nachrüstbar. Nach der Besichtigung aller Bereiche der Anlage stellten die Teilnehmer noch ihre ­Fragen und bedankten sich für die tolle und spannende ­Führung durch die Räumlichkeiten des neuen Bissendorfer Unternehmens. Zum Abschluss wies Geschäftsführer Hempel noch darauf hin, dass mit dem Standort auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden und sich interessierte Wedemärker gerne bei ihm bewerben ­dürften.

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