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Bürger stöhnen über die extreme Belastung

Wedemark (jo). Der Verkehr rollt. Und zwar über die Dorfstraßen der Wedemark. Das sorgt nicht nur für Behinderungen für die Autofahrer auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen. Die Anwohner der Umleitungsstrecken sowie der Ausweichstrecken haben seit Wochen kaum noch eine ruhige Nacht. Der Lärm der vor allem von den in Berkhof abfahrenden Lkws verursacht wird, ist manche Zeit kaum auszuhalten, mal ganz abgesehen von der zusätzlichen Gefährdung aller Verkehrsteilnehmer. Allzu häufig wählen die Fahrer den Weg von der L 190 weg über die Dörfer Elze, Meitze nach Gailhof und von dort wieder zurück auf die Autobahn über die Auffahrt in Mellendorf. Das entspricht zwar nicht der offiziellen Umleitungsstrecke, wohl aber ist diese Tour aus Ausweichstrecke ausgewiesen. Wie auch immer: nicht zuletzt die Ausrüstung fast aller großen und kleinen Kraftfahrzeuge mit Navigationsgeräten hat ebenso ihren Anteil daran. Vergangene Woche machte der CDU Generalsekretär der Landtagsfraktion, Kai Seefried, im Rahmen seiner Sommertour Stopp an einem der neuralgischen Punkte auf der Strecke. In Gailhof empfing ihn nicht nur Landtagskollegin Editha Westmann sondern auch um die 60 betroffene Bürger wollten hören, was er zur Problematik zu sagen hatte. Bevor man ins Gespräch kam, rückte die Gruppe ein wenig ab von der Celler Straße, die hinter Gailhof auf die Autobahnauffahrt mündet. Der Grund dafür war schlicht und simpel: Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und dem damit verbundenen Lärm war ein „ins Gespräch kommen“ mit den Bürgern und deren Sprecherin Maggi Garland schlichtweg nicht anders möglich. Editha Lorberg zeigte sich überrascht, wie groß das Interesse an der Thematik ist: „Dass so viele kommen, hätte ich nicht gedacht. Es zeigt aber auch ganz deutlich, dass die Belastung für die Bürger mittlerweile ein Ausmaß erreicht hat, das nahezu unerträglich ist“. Sie erklärte Seefried die Gesamtsituation und wies darauf hin, dass einen Tag vor dem schon lange vereinbarten Besuch des Generalsekretärs zumindest die Beschilderung entlang der betroffenen Strecken mit den Geschwindigkeitsbeschränkungen zwischen 20 und 6 Uhr vorgenommen wurden: „Die Sicherung der Goltermann-Kreuzung in Elze sowie der Kreuzung Celler Straße/Am Jugendheim/Zum Rundshorn lässt aber immer noch auf sich warten“. Die derzeit dramatische Situation fordere eine Gesamtregulierung, schließlich müsse damit gerechnet werden, dass der Zustand etwa zwei Jahre andauern würde. Seefried sah das ähnlich und hakte ein, dass eine Klärung gemeinsam mit allen zuständigen Stellen gefunden werden müsse: „Die Kommune, der Kreis und das Land müssen an einen Tisch“, sagte er und sicherte zu, das Problem auch an den zuständigen Minister im Land weiter zu leiten. Für die Bürger forderte Garland, dass zumindest dafür gesorgt werden müsse, dass bereits vorhandene Straßenschäden zügig behoben werden, um die Lärmbelastung nicht noch zusätzlich zu fördern. Aus ihrer Sicht müssten auch andere Kreuzungsbereiche durch Ampelanlagen gesichert werden. Sie brachte den Ernst der Lage auf den Punkt: „Kinder müssen auf diesen Straßen den Weg zur Schule meistern. Es kann nicht sein, dass erst ein schlimmer Unfall passiert, bis hier Abhilfe geschaffen wird“.

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