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Bäume sollen für alle Gemeindemitglieder Früchte tragen

Elze (jo). Mit Spaten und Handschuhen machten sich jetzt die Hautpkonfirmanden der Kirchengemeinde Elze-Bennemühlen gemeinsam an die Arbeit. Sie hoben auf dem Gelände des Pfarrgartens Pflanzgruben für etliche Bäume aus, die sie nach dem Einsetzen mit Stützen sicherten und mit dem zum Anwachsen notwendigen Wasser versorgten. Viele Jahre wurde die großzügige Fläche gleich neben der Pfarrscheune nicht genutzt und war verwildert. Das wurde anders, als im vergangenen Jahr das Pfarrhaus renoviert wurde. Dabei wurde auch die Fläche vom Wildwuchs befreit und soll nun als Obstgarten genutzt werdend, der am Ende für alle Kirchenmitglieder zugänglich werden wird. Apfelbäume geben in Zukunft den Ton in der frisch gepflanzten Baumgesellschaft an, dazu gesellten sich einige Nussbäume. „Es wird einige Jahre dauern, bis die Bäume tatsächlich auch richtig tragen, aber dann sollen alle davon profitieren“, sagte Pastor Maik Schwarz. Er kann sich vorstellen, dass dann in Zukunft Apfelsaft beim Adventsmarkt aus eigener Ernte ausgeschenkt werden kann oder auch bei den Proben zum Krippenspiel. „Und auch die Esskastanien können später beim Adventsmarkt zubereitet werden, mit Quitten, Kirschen, Pflaumen und Walnüssen lassen sich auch sehr leckere Sachen machen.“ Das hoffen auch die Konfirmandinnen und Konfirmanden, die am Pflanztag bei nicht gerade einladendem Wetter die Arbeiten erledigten. „Uns ist ganz schön warm geworden“, kommentierten Fiona, Celine, Lia und Sarah ihre Aktion. Sie haben gemeinsam dafür gesorgt, dass ein schon stattliches Bäumchen in die Erde kam, das später einmal einen Jonas-Winterapfel tragen soll. Ein Zugang zur Obstwiese soll beizeiten über den Wald an der Pfarrscheune möglich werden, damit sie dann auch von Spaziergängern gut erreicht werden kann. Mit bei der Aktion dabei war auch Kirchenvorstandsvorsitzender Bernhard Orlowski, der darin einen besonderen Sinn sieht: „Die Bewahrung der Schöpfung und was man selbst dafür tun kann, sind ein wichtiger Teil des Konfirmandenunterrichts. Und mit diesen Bäumen setzen sie sich alle ein kleines Denkmal auf dem Pfarrgelände. Wenn sie dann in 25 Jahren zur Silbernen Konfirmation mit ihren eigenen Kindern wieder kommen und zeigen können, welchen Baum sie gepflanzt haben, das wird dann etwas Besonderes sein.“ Unterstützt und angeleitet wurden die Jugendlichen von Tanja Frost, die auch beruflich im Gartenbau beschäftigt ist. Beraten bei der Auswahl der Bäume wurden Maik Schwarz und seine Frau Maisa Wadi-Schwarz von der Baumschule Schmidt aus Mellendorf: „Wir haben versucht, eine gute Mischug zu finden, die auch zu unserer Gegend passt. Zum Beispiel den Apfel Celler Dickstiel aber auch robuste Sorte wie Kaiser Wilhelm.“ „Und die Esskastanien sind gerade ganz in Mode, sie helfen den lokalen Insekten!, weiß Maisa Wadi-Schwarz. Finanziert werden die Bäume durch das freiwillige Kirchgeld, das vor zwei Jahren von der Kirchengemeinde für den Außenbereich des Pfarrgeländes erbeten wurde. „Damals hatten wir nicht deutlich genug formuliert, dass wir mit den Spenden auf dem ganzen Pfarrgelände etwas für die ganze Gemeinde tun wollen. Das hatte zu Unmut geführt undn das tut mir noch immer sehr leid“, sagte Pastor Schwarz. „Mit diesem Fruchtwald wird nun das erste Projekt Realität, dass meine Frau und ich uns damals schon für dieses Gelände überlegt hatten. Wir sind zuversichtlich, dass die Früchte bald die ganze Gemeinde erfreuen.“

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