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Vergabekriterien für Baugebiet festgelegt

Wedemark (jo). Das Baugebiet „Diesrahe“ am Ortsrand von Bissendorf in Richtung Scherenbostel nimmt Fahrt auf. Die Bau – und Entwicklungsgesellschaft der Gemeinde Wedemark hat für die Vermarktung des kommunalen Baulandes jetzt die Vorgaben präsentiert, nach denen die Vergabe der einzelnen Parzellen erfolgen soll. „Um einen gute Durchmischung zu gewährleisten und die geforderte soziale Ausgewogenheit zu realisieren, sollen auch Mehrfamilienhäuser entstehen, die unterschiedlichen Wohnansprüchen gerecht werden“, stellten Bürgermeister Zychlinski und Fachbereichsleiter Kay Petersen vorweg. Insgesamt umfasst die Fläche 39.000 Quadratmeter, von denen 29.000 Quadratmeter als Bauflächen zur Verfügung stehen. Vorrangig sollen jetzt zunächst die für einen Mehrfamilienhausbebauung ausgewiesenen Parzellen veräußert und beplant werden, Investoren können sich bei der Bau- und Entwicklungsgesellschaft dafür bewerben. „Wir haben klare Vergabekriterien ausgearbeitet. Ein Punktesystem beurteilt zum Beispiel die städtebauliche Qualität der Mehrfamilienhäuser, es gibt Punkte, wenn die Höhe des Anteils für öffentlich geförderten Wohnungsbau bei über 20 Prozent der Fläche mit diskriminierungsfreier Verteilung der Wohneinheiten liegt, aber auch, wenn die Qualität der Wohnanlage für mobilitätseingeschränkte Personen geeignet ist. Wenn dann auch das Wohnraumangebot für unterschiedliche Haushaltsgrößen geplant wird, schlägt sich dies ebenfalls auf dem Punktekonto nieder. Zychlinski: „Wir haben seit den neunziger Jahren keine B-Schein Wohnungen mehr gebaut, der Bedarf ist aber da“, so Zychlinski. Mit dem Baugebiet „Diesrahe“ soll hier Abhilfe geschaffen werden. „Die Gemeinde ist bereit, den sozialen Wohnungsbau zu fördern, unter anderem mit den Preisen für die Grundstücke“, sagte Zychlinski. Grundstücksanteil mit frei finanzierten Bauvorhaben sollen bei 250 Euro/Quadratmeter liegen, Grundstücksanteile mit geförderten Bauvorhaben dagegen bei 175 Euro/Quadratmeter. Entstehen sollen angedacht sechs Mehrfamilienhäuser und im nächsten Schritt könnten auf den Flächen sechs Reihenhäuser mit innovativer Gebäudetechnik dazukommen.

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