Hannover Scorpions

Scorpions drehen das Spiel nach torreichem Krimi

Mellendorf (kh). Beim Kampf um die besten Playoff-Plätze und das damit verbundene Heimrecht haben auch die Scorpions am vergangenen Wochenende wieder zwei harte Brocken auf dem Programm gehabt. Zunächst ging es zum amtieren den Oberliga-Meister und 14-fachen holländischen Meister, zu den Trappers nach Tilburg. Die Holländer, die mit 15 Punkten Vorsprung unangefochten Platz eins der Tabelle verteidigen, waren wie gewohnt auf Zack und konnten sich gleich im ersten Spielabschnitt eine doppelte Führung ohne Gegentor sichern. Auch im zweiten Drittel hatte Tilburg zunächst die Nase vorn und konnte in der 24. Minute den dritten Führungstreffer erzielen. Erst kurz vor der zweiten Drittelpause gelang Christoph Koziol der wichtige Anschlusstreffer für die Scorpions. Im Schlussdrittel kamen die Scorpions dann deutlich besser aus der Kabine, Top-Scorer Patrick Schmid verkürzte nach 90 gespielten Sekunden auf 2:3 und weckte so den Kampfgeist der Scorpions wieder, die sich im weiteren Spielverlauf viele gute Chancen erarbeiten konnten. Am Ende hatten dann aber doch die Trappers das Glück auf ihrer Seite, die nur zwölf Sekunden vor Schluss in Überzahl auf 2:4 erhöhten. Auf heimischem Eis musste das Team von Dieter Reiss dann am Sonntag gegen die Füchse Duisburg ran. Die Gäste gingen nach nur 54 Sekunden Spielzeit bereits in Führung und spielten fortan scheinbar etwas gelöster, als die gastgebende Mannschaft. Erst der Ausgleichstreffer von Chad Niddery in der neunten Minute löste auch die Anspannung der Mellendorfer wieder etwas, die daraufhin vor allem mit schönen Spielzügen und verbissenen Puck-Eroberungen auffielen. Eineinhalb Minuten waren noch im ersten Drittel zu spielen, da verwandelte Christoph Koziol im Alleingang zum 2:1 für die Scorpions. Der zweite Spielabschnitt zeigte dann jedoch, wie schnell sich das Blatt wenden kann, denn innerhalb von nur achteinhalb Minuten gelang es den Gästen, den 2:1 Rückstand in eine 2:5 Führung zu drehen und auszubauen. Erst ein handfester Faustkampf vom Kanadier Michael Budd löste den Knoten bei seinem Team. „Ich musste diesen Kampf für meine Mannschaft ausfechten und es war ein wichtiger Weckruf an mein Team“, sagte Budd nach dem Spiel. Und tatsächlich kamen die Scorpions im letzten Drittel deutlich stärker ins Spiel. Chad Niddery verkürzte mit seinem zweiten Treffer auf 3:5, Patrick Schmid dann auf 4:5, den Ausgleich zum 5:5 machte Björn Bombis in der 53. Spielminute. Zwar konnte Duisburg nur wenige Sekunden später erneut in Führung gehen, doch Mannschafts-Kapitän Sebastian Lehmann glich nur zwei Minuten vor Spielende erneut aus. Ohne weitere Tore in der regulären Spielzeit mussten die Teams also mit jeweils drei Feldspielern in die fünfminütige Verlängerung. Nur 18 Sekunden vor Schluss konnte Sean Fischer im zweiten Nachschuss für die Scorpions den wichtigen und hart erkämpften Siegtreffer erzielen. Damit endete in der hus de groot EISRARENA ein ereignis- und torreicher Eishockey-Krimi mit Herzinfarkt-Charakter. In der kommenden Begegnung treffen die Scorpions auf die IceFighters Leipzig. Eines der wenigen Freitags-Heimspiele der Scorpions in der Meisterrunde findet am 26. Januar um 20 Uhr im Mellendorfer Eisstadion statt.

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