Hannover Scorpions

Scorpions besiegen die Leipziger IceFighters

Mellendorf (kh). Nur noch wenige Spieltage vor Beginn der Playoffs zur DEL2 konnten die Scorpions erneut einen wichtigen Sieg für sich verbuchen. Nach einem spielfreien Freitag musste das Team um Trainer Dieter Reiss am vergangenen Sonntag, 11. Februar, bei den EXA IceFighters in Leipzig antreten. Die Eishalle in Leipzig, die eigentlich nur ein Zelt ist, verfügt über eine deutliche kleinere Eisfläche als die anderen Stadien der Liga. Dass sich auf einer viel kleineren Fläche ein viel schnellerer Spielaufbau realisieren lässt, haben sich die Leipziger bereits mehrfach zum Vorteil gemacht. Der Heimvorteil der Gastgeber war also nicht zu unterschätzen. Doch auch die Scorpions sind im Moment „gut drauf“. Mit einer starken Defensivarbeit wollten die Gäste in diesem Spiel auf keinen Fall Punkte liegenlassen. Das erste Drittel zeigte sich durchaus als sehr ausgeglichen. Leipzig kam schnell in den Spielaufbau und schoss Scorpions-Schlussmann Lukas Müller ordentlich warm. Doch auch die Wedemärker Mannschaft konnte mit grandiosen Spielzügen auf sich aufmerksam machen. Auf das erste Tor mussten die Zuschauer aber dennoch lange warten. Erst in der 18. Spielminute gelang Sachar Blank nach einer Vorlage von Christoph Koziol der Führungstreffer für die Scorpions. Mit dieser Führung ging es auch in die erste Drittelpause, ein Umstand, der für die Motivation immens wichtig ist. Den Mittelabschnitt dominierte dann aber doch wieder Leipzig mit schnellen Aktionen und deutlich mehr Torschüssen als ihre Kontrahenten. Müller hatte nicht nur alle Hände voll zu tun, sondern musste auch viel schneller reagieren als sonst. „Auf der kleinen Fläche kommt der Puck viel schneller von der Bande hinterm Tor wieder auf der anderen Seite vor“ erklärte Müller nach dem Spiel. Doch auch hier parierte der Goalie souverän und zum Teil sogar recht spektakulär. Erst in der 26. Minute war der dritte Nachschuss zu viel und Leipzig gelang der Ausgleich. Mit diesem ausgeglichenen Zwischenergebnis starteten die Teams letztlich ins Schlussdrittel. Hier konnte Verteidiger Dennis Schütt nach nur 61 Sekunden per Fernschuss von der blauen Linie die erneute Führung für die Scorpions erzielen. Leipzig machte nun noch mehr Druck und verzeichnete am Ende des Drittels doppelt so viele Torschüsse wie die Scorpions. Doch die Abwehr der Scorpions blieb standhaft. Zwei Minuten vor Schluss nahm Leipzig seinen Schlussmann aus dem Tor, um die restliche Spielzeit mit einem Feldspieler mehr auf dem Eis zu stehen. Das leere Netz nutze Patrick Schmid für einen gezielten Treffer, der jedoch von den Unparteiischen nicht gegeben wurde, da ein Mitspieler Schmids im Abseits gestanden hatte. Folglich wurde das Spiel immer hektischer und Leipzig konnte tatsächlich die Überzahl für sich nutzen und 46 Sekunden vor Schluss noch den Ausgleich durch mehrfachen Nachschuss erzielen. So ging es in die fünfminütige Verlängerung mit jeweils drei Spielern. Hier waren gerade zwei Minuten gespielt und beide Teams leisteten hervorragende Arbeit, da gelang den Scorpions ein Befreiungsschlag und Patrick Schmid konnte mit Björn Bombis an seiner Seite auf das Leipziger Tor zulaufen. Ein gekonnter Pass von Bombis traf Schmid genau auf die Kelle, der den Puck ohne zu zögern im Netz der Gastgeber versenkte und seinem Team somit den Sieg sicherte. Mit zwei wichtigen Punkten im Gepäck verließen die Scorpions Leipzig und festigten damit ihre aktuelle Tabellenposition. Am kommenden Freitag kommt es erneut zum Derby gegen die Hannover Indians am Pferdeturm, das nächste Heimspiel findet am Sonntag, 18. Februar, um 18.30 Uhr gegen die Moskitos Essen statt.

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