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Resser sind auf der Suche nach einem Arzt

Resse (jo). Der Ortsrat von Resse sowie der Bürgerverein haben sich in der vergangenen Woche zu einem Arbeitstreffen zusammengefunden. Anlass war die Arztsuche für das Dorf, da die Bissendorfer Ärzte ihre Zweitpraxis schließen werden. Der Vertrag läuft noch bis Ende September 2018, also sind jetzt noch neun Monate Zeit, eine Hausärztin oder einen Hausarzt ohne finanziellen Verlust zu finden. Die Wunschvorstellung der Teilnehmer am Treffen ist es, einen Hausarzt zu finden, der möglichst viele Bedürfnisse abdecken kann, der Hausbesuche macht, keine Scheu vor der Behandlung von Kindern hat und möglichst sogar im Ort wohnt und sich mit dessen Bewohnern identifiziert. In Frage kommen würde demnach ein Allgemeinmediziner oder Internist mit hausärztlicher Ausrichtung. Für einen solchen Arzt besteht derzeit keine Zulassungssperre. Empfehlenswert wären für einen Allgemeinmediziner die Schwerpunkte Kinder und Altersmedizin, für einen Internisten wäre zum Beispiel ein kardiologischer Schwerpunkt mit den entsprechenden Geräten empfehlenswert. Beide Fachrichtungen erlauben den Schwerpunkt Psychosomatik oder andere der Neigung des Arztes entsprechende Schwerpunkte. Angedacht werden kann aber auch eine größere Lösung: eine Gemeinschaftspraxis mit langen Öffnungszeiten, oder auch eine Art Ärztezentrum in dem Fachärzte (Dermatologen, Psychiater, Neurologen) tageweise Sprechstunden anbieten und, was besonders wünschenswert wäre, die auch Hausbesuche in den umliegenden Heimen machen würden. Das käme der ganzen Gemeinde Wedemark zugute. Das Ärztehaus liegt zentral, hat ausreichend viele Parkplätze und könnte baulich erweitert werden. Sinnvoll wäre es für diese Lösung mit einem Investor zusammenzuarbeiten. Natürlich käme im Notfall auch wieder eine Zweitpraxis in Frage. Das Modell der Zweitpraxis existiert jetzt etwa zehn Jahre. Wie gut es sich bewährt hat, ist noch nicht statistisch erfasst worden. Es bedeutet für den Betreiber auf jeden Fall erhöhten Zeit- und Kostenaufwand. Der Ortsrat sowie der Vorstand des Vereins Bürger für Resse arbeiten gemeinsam an der Arztsuche. Entsprechende Anzeigen sollen in den Medien geschaltet werden.

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