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Kulturelles Projekt „social Me“ bei imago

Bissendorf (r/j). Der Ausstellungsraum des imago Kunstvereins Wedemark verwandelte sich jetzt in einen Kreativraum. Kinder und Jugendliche haben ein zahlreich erschienenes Publikum mit auf eine Reise der Kreativität genommen. Das kulturelle Projekt „social Me!“ mit der Regisseurin und Drehbuchautorin Anna Kasten hat im September 2017 begonnen. Es hatte die Schwerpunkte neue Medien, bildende Kunst, Tanz, darstellendes Spiel, kreatives Schreiben, Fotografie, Film und Musik und war für Kinder und Jugendliche von 10 bis 17 Jahre konzipiert. Vermittelt wurden nicht nur, wie verantwortungsvoll mit den Neuen Medien umgegangen werden kann, sondern vor allen Dingen, wie die Jugendlichen verantwortungsvoll mit sich selbst in einer Welt der neuen Medien umgehen können. Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen haben regelmäßig an den fünf Workshops teilgenommen und es ist eine Gemeinschaft entstanden, die von gegenseitiger Achtsamkeit geprägt war. Ein Mitfühlen, sich öffnen und einlassen, sich auseinandersetzen, reflektieren, verantwortungsvoll kommunizieren waren prägende Anhaltspunkte, die durch „social Me“ sehr gut vermittelt wurden. Es ist eine Brücke geschaffen worden zwischen der inneren und der äußeren Welt, um so, aus dem digitalen Schlaf erwacht, wieder für das zu sensibilisieren, was wirklich im Leben zählt. Unterschiedliche kreative Ausdrucksformen sind sichtbar geworden. Vermittelt wurde neben dem verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Medien, auch vor allem, wie wir verantwortungsvoll mit uns selbst in einer Welt der neuen Medien umgehen. In den vorangegangenen Workshops sind die Kinder und Jugendlichen dafür sensibilisiert worden, ob, was und wie sie etwas von sich preisgeben möchten. Die Entwicklung einer Präsentation als Abschluss des Projektes zu einem Gesamtwerk bildete einen elementaren finalen Baustein des gemeinsamen Schaffensprozesses. Das zahlreich erschienene und interessierte Publikum konnte etwas von dem Miteinander und dem „Wir“-Erlebnis sowie dem Teamgeist, das die Teamfähigkeit gestärkt hat, spüren. Nahezu 50 Prozent der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen aus der Region kamen mit persönlichen Migrationsgeschichten. Zwei von ihnen mussten erst vor knapp einem Jahr aus einer Kriegsregion fliehen. Der kreative Ausdruck jedoch vermochte es, Ventile zu öffnen und Sprachdefizite zu überbrücken. „Wir sprachen eine Sprache, denn wir alle waren Teil eines friedlichen und heilenden Schaffensprozesses voll positiver Energie“, so Anna Kasten.

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