Raumschiff „strandete“ im Fuhrberger Wald

Drei Tage lang „halfen“ die Kinder den gestrandeten Außerirdischen. Das Raumschiff im Hintergrund wurde repariert, die Regenschirme erwiesen sich als nützliche Sprachübersetzer.  Foto: G. Vrobel

Drei Tage lang „halfen“ die Kinder den gestrandeten Außerirdischen. Das Raumschiff im Hintergrund wurde repariert, die Regenschirme erwiesen sich als nützliche Sprachübersetzer.
Foto: G. Vrobel

Wedemark (jo). Kaumhaben die Sommerferien begonnen – und schon kommt die „Sensationsmeldung“ aus dem Fuhrberger Wald: Ein Raumgleiter ist vom Kurs abgekommen, und hat mit Hilfe des Tlixx-Translators eine Nachricht abgesetzt. Vom Planeten XCuliaR ist der Hilferuf aufgefangen worden: „…unser Raumgleiter ist nicht mehr flugfähig und musste in einem Waldstück bei Fuhrberg notlanden“.  Gut, dass die Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark mit ihrem Sommerferienprojekt zur Stelle war. 31 Jungen und Mädchen machten sich für drei Tage auf den Weg zu Jagdhüttte im Fuhrberger Forst und sorgten für „Ersatzteile“, Kommunikationsinstrumente, Übersetzer, Antennen und eben allem, was die Besucher aus dem All für ihre Rettung benötigten. Aus Baumstämmen wurden Richtantennen geschnitzt, geformt und mit Metallempfängern ausgestattet. Und dass sich Regenschirme ganz wunderbar dazu eignen, Sprachlaute in verständliche Sätze umzuwandeln, erwies sich während der drei Aktionstage aus ausgesprochen nützlich. Die Kinder jedenfalls durften ihrer Phantasie und Kreativität einmal mehr freien Lauf lassen und werkelten eifrig an den einzelnen Projekten: ausgediente Laptops lieferten mit ihrem Innenleben reichlich Material für die Bastler. In diesem Jahr waren dabei die Jungs deutlich in der Mehrzahl, wie Kunstschulleiter Bernd Tschirsch feststellte. Im vergangenen Jahr waren es die Aborigines im australischen Busch, die als Thema aufgegriffen wurden – und davon fühlten sich die Mädchen stärker angesprochen. Die Tradition der Sommerprojekte der Jugendkunstschule geht inzwischen bis zum Jahr 1994 zurück, seit 15 Jahren besteht die Kooperation mit enercity, die im Fuhrberger Forst das Wasserwerk betreibt. Das Aktionsgelände ist als Jagdrevier verpachtet, einmal im Jahr darf die Kunstschule rund um die Jagdhütte ihre dreitägigen Kurse abhalten. Dass dort diesmal die außerirdischen gelandet sind, freute nicht nur die Kursteilnehmer, sondern auch Christiane Bardeck von enercity: „Jedes Jahr bekommen wir wieder ein Kunstwerk, mit dem wir unseren Trinkwassererlebnispfad ergänzen dürfen. Diesmal werden das die aus Baumstämmen stabil gefertigten Antennenmasten sein. Und wer weiß: Vielleicht fangen sie irgendwann einmal ja tatsächlich ein echtes Funksignal aus dem All auf….