Hannover Scorpions kicken für herzkranke Kinder

Trotz falscher Sportart: Die Scorpions können es auch mit dem runden Leder. Foto: Karsten Hölscher

Trotz falscher Sportart: Die Scorpions können es auch mit dem runden Leder. Foto: Karsten Hölscher

Hannover (kh). Bereits zum fünften Mal haben die Hannover Scorpions beim jährlich stattfinden Lionscup Hannover mitgewirkt, einem Benefiz-Turnier zu Gunsten herzkranker Kinder. Ausgetragen wurde das Turnier auf den Sportplätzen der SG Hannover 1874 hinter den Herrenhäuser Gärten. Insgesamt 30 Mannschaften, darunter Teams von Radio 21, den Recken oder die Hannover 96 Traditions-Mannschaft nahmen am Turnier teil. Selbst Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok tauschte für dieses Event seinen Anzug und Schlips gegen Trikot und Stollenschuhe. Bei traumhaften 30 Grad und praller Sonne gaben alle Protagonisten ihr Bestes auf dem Grün der Hannoverschen Spielgemeinschaft. Der Erlös aus dem Benefiz Fußball-Turnier kam vollständig dem 2005 gegründeten Verein Kinderherz Hannover e.V. zugute, einem Verein, der sich zu Aufgabe gemacht hat, die Kinderherzchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover zu unterstützen. Besonderes Highlight für viele Schaulustigen war die Teilnahme von 96-Legende Altin Lala, der auch gleichzeitig Schirmherr der Veranstaltung war, sowie sein ehemaliger Teamkollege Steven Cherundolo. Für die Scorpions stand insbesondere ein Gegner auf der Agenda, nämlich die Eishockey-Liga Konkurrenten von den Hannover Indians. Diese ließen jedoch in der Vorrunde zu viele Punkte liegen und verpassten aufgrund des Torverhältnisses den Einzug in die Achtelfinal-Runde. Die Scorpions hingegen traten gegen die Deutsche Hype an, ein Team, das erster seiner Gruppe war und im vorangegangenen Spiel scheinbar mit Leichtigkeit die 96-Traditionsmannschaft besiegt hatte. Doch klein beigeben wollten die Scorpions keinesfalls und so stand es am Ende der 15-minütigen Partie Unentschieden, so dass ein Neun-Meter-Schießen den Ausgang entscheiden musste. Am Ende lag das Glück jedoch bei der Hypo, so dass auch für die Scorpions das Turnier an diesem Punkt vorbei war. Ein wenig erschöpft, aber glücklich und zufrieden zeigten sich die Scorpions im Anschluss und auch Trainer Peter Willmann, der im Kasten der Skorpione stand, war mit seinem Team sehr zufrieden. Nun konzentrieren sich die Scorpions aber wieder auf Eishockey statt auf Fußball. Bei den Freitags-Testspielen am 8. September (Harzer Falken), 15. September (Timmendorfer Strand) und 22. September (Halle Saale Bulls) können die Spieler dann unter Beweis stellen, dass ihnen der Kufensport deutlich besser liegt.